bergstolz main bg winter

Freeride Gebiete

Das Team vom Bikepark Samerberg

Franz Lehner, Paul Gerzer und Peter Brodschelm im Interview

Der Bikepark Samerberg hat sich in und um Oberbayern in den mittlerweile knapp acht Jahren seines Bestehens einen Namen gemacht als kleiner aber feiner Bikepark. Mitten in „Oberbayern wie aus dem Bilderbuch“ haben sich Peter, Franz und Paul ihren Traum erfüllt und betreiben den „Rocky Mountain Bikepark Samerberg“ an der Hochriesbahn Samerberg mit viel Herzblut, Bikeshop, Bikewerkstatt und Materialverleih.

Wer?
20180926 FranzFranz Lehner: 36 Jahre alt, wohnhaft am Samerberg (wegen des Bikeparks). Hat in Rosenheim Holzbau studiert und ist während des Praxissemesters in Kanada zum Biken gekommen. Seine Diplomarbeit hat den Grundstein zum Bikepark Samerberg gelegt.

Paul Gerzer: 33 Jahre alt, wohnhaft am Samerberg (wegen des Bikeparks). Eigentlich gelernter KFZ-Mechaniker, hat dann sieben Jahre mit psychisch kranken Menschen im sozialen Bereich gearbeitet (was ihm jetzt in seiner täglichen Arbeit mit Franz zugute kommt).

Lautes Gelächter bei allen.

Peter Brodschelm: 48 Jahre alt, wohnhaft am Samerberg (weils schee is). Von Beruf Bikeguide, Spezialgebiet Alpenüberquerungen. Betriebt seit 20 Jahren „Fahrtwind“ und bietet dort mit seinen ca. 25 Guides Fahrtechniktrainings und MTB-Reisen an. War als Jugendlicher Rennradfahrer und hat nach Karriereende aufs MTB umgesattelt. Isst für seine Leben gerne Apfelstrudel und ist im Sternzeichen Widder.

Wiederum lautes Gelächter.

Was?
Der Bikepark Samerberg bietet eine Hauptstrecke, die mit diversen Singletrails und Northshore-Elementen ergänzt wird. Die Hauptstrecke ist einfach und Einsteigergeeignet, biete aber auch fortgeschrittenen Fahrern viel Spaß und verschiedene Möglichkeiten, gezielt schwierigere Hindernisse anzusteuern. Außerdem gibt es ca. 200 km erschlossene Bikewege in der Umgebung. Nach oben geht’s entweder per Pedal oder mit der Hochriesbahn.

Wo?
Die Gemeinde Samerberg – oder DER Samerberg – liegt mitten in Oberbayern im Landkreis Rosenheim. Einen Ort Samerberg gibt es nicht, der Bikepark befindet sich in Grainbach an der Hochries am Nordrand der Chiemgauer Alpen.

Mit dem Auto fährt man entweder von der A8 in Achenmühle oder Frasdorf Richtung Samerberg ab, oder von der Inntalautobahn A93 in Brannenburg.

Events im Rocky Mountain Bikepark Samerberg:
3.10.2018 E-Bike-Tag am Samerberg
4.10.2018 10 YRS Evoc After Work Ride
3.11.2018 Fette Season’s End-Party!


Wie hat das denn mit Euch und dem Bikepark begonnen?
20180926 PeterPeter: Paul und ich haben die allerersten Bikepark-Anfänge hier am Samerberg angestoßen. Für die Fahrtechniktrainings mit meiner Firma Fahrtwind brauchte ich ein g’scheites Übungsgelände. Es gab da dieses verwilderte Grundstück und irgendwie sind wir auf die Idee gekommen, dass wir da ja was hinunterbauen könnten und zack, hatten wir 200 Meter Strecke. Schon so, dass wir unseren Spaß hatten – auf 200 Metern - aber bei mir immer auch mit dem Hintergedanken an Fahrtechniktrainings. Genau auf den 200 Metern haben wir jetzt einen 2,5 km langen Bikepark.
Franz: Ich hab mit meiner Diplomarbeit den konzeptionellen Grundstein für den heutigen Bikepark geliefert. Wie Paul war ich bis vor vier Jahren nur Teilzeit im Park angestellt und noch Teilzeit-Ingenieur. Das war zum Schluss wirklich belastend, für alles war zu wenig Zeit.
Paul: Bei mir war die Entscheidung am Ende einfach.
Zuerst haben wir uns aber schon hintrauen müssen.
Für mich war das das größte Wagnis. Der Franz ist auf einem Teilnehmertreffen von Fahrtwind zu mir gekommen, da haben wir uns noch gar nicht gekannt: ‚Du, ich schreib meine Diplomarbeit über den Bau eines Bikeparks. Das könnte man doch am Samerberg machen...‘ In dem Moment hab ich das eine tolle Idee gefunden aber viel zu viel um die Ohren gehabt. Nach drei oder vier Tagen hatte ich den Floh immer noch im Ohr und hab mir gedacht, warum eigentlich nicht?
Die Diplomarbeit war mit der wichtigste Baustein für den Bikepark. Auch wenn es vielleicht nie einer richtig durchgelesen hat, sie hat uns viele Türen geöffnet – wenn es darum ging, unsere Idee der Gemeinde vorzustellen oder die Bauern zu überzeugen.

Ich stelle mir vor, dass das „Klinkenputzen“ zu Beginn richtig viel Arbeit war.
20180926 PaulDie Rennerei von einem zum anderen war das Aufwändigste, ich hab Tag und Nacht nichts anderes gemacht, als mich mit dem Bikepark auseinander zu setzen und geschaut, dass nebenbei die Firma lauft. Das war sehr anstrengend aber wir haben schnell Zustimmung und Unterstützung von Betroffenen bekommen, und das hat uns motiviert weiter zu machen.
Vor allem zwei wichtige Bauern waren von Anfang an mit dabei.
Von den insgesamt sieben Grundbesitzern sind zwei von Anfang an voll hinter uns gestanden. Manche der vielen Treffen sind als Fiasko geendet, da ist der eine dann raus aus dem Saal und so weiter. Das war eine spannende Zeit, man hat nie gewusst wie ein Gespräch endet, die haben ja oft im Kuhstall stattgefunden oder oben im Gelände. Aber wir haben alle drei ganz fest daran geglaubt und uns nie davon abbringen lassen, auch wenn wir mal eine Absage kassiert haben.
Wir hatten aber auch einen Lauf. Grundsätzlich waren die alle superpositiv eingestellt und erstaunlich offen. Und dann hatten wir mit dem Käser (einer der beiden Grundbesitzer, Anm.) einen starken Fürsprecher, der geschaut hat, dass alle zusammen am Tisch sitzen. Der hat dann alle an ihre Zusagen erinnert und am Ende gesagt ‚Und jetzt machen wir das!‘ Und ab dem Zeitpunkt sind die Bauern alle voll hinter uns gestanden.
Wir kamen auch zur richtigen Zeit, weil sich alle auf der Suche nach einem Konzept befanden, um die Bahn zu beleben. Unsere Idee ist auf fruchtbaren Boden gefallen.
Die Bahn war pleite gegangen, politisch war aber ein Weiterbetrieb gewünscht. Keiner wollte das machen, ich auch nicht. Dann hat die Gemeinde mit dem Alpenverein einen Partner für den Betrieb gefunden, aber es gab noch immer keine Lösung für die Belebung. Somit haben alle ziemlich schnell Gefallen an unserer Idee gefunden.

Man muss wissen, dass die Bahn mittlerweile zum dritten Mal pleite gegangen und total überschuldet war. Schon beim Bau ging sie das erste Mal bankrott, weil Gelder veruntreut wurden. Die größten Schulden wurden durch den Verkauf von zu Bauland umgewidmeten Grundstücken beglichen, aber im Endeffekt hat die Sparkasse dann immer noch auf 1 Million Euro verzichtet. Und da sind wir aufgetaucht.

Wie lang hat es von der Idee bis zur Eröffnung gedauert?
I20180926 rocky mountain team bikepark samerberg 06042018 photo team f8 low CT P0025m Herbst 2009 haben wir dem Gemeinderat das Projekt vorgestellt und 2010 war unser Baujahr. Im Frühjahr 2011 haben wir eröffnet.
Wir haben ganz lang auf die Erlaubnis gewartet. Im Mai hat man es uns dann in die Hand versprochen und wir haben sofort angefangen. Ein Monat später hatten wir den Bescheid. Und das war dann der Oberhammer! Genau da, wo wir angefangen haben, hat es so viel geregnet am Samerberg wie in den 20 Jahren davor nicht.
Wir hatten in Null komma nix 30 Helfer da. Die haben teilweise mit den bloßen Händen gegraben. Dann haben wir einen Bagger gemietet, der innerhalb von drei Wochen die Grundstrecke einmal nach oben hinaus gebaggert und Tatsachen geschaffen hat.
Der Schorsch und der Haibler Christoph sind da hinauf gefahren.
Dann hat sich der Paul gedacht, er muss auch Bagger fahren lernen... (lacht)
Wir haben immer alles selber gebaut. Das ist auch gut so, ich glaube Du machst dir viel mehr Gedanken und baust es anders, wenn Du es für Deine eigene Firma machst. Wenn Du auch darüber nachdenken musst, wie pflegeintensiv das wird.
Wie alles fertig war haben wir dann schon noch Sachen verändert, wir hatten dann auch den Guido Tschugg da, der uns was gebaggert hat. Das war total nett, weil der mit seinem eigenen Bagger gekommen ist

Da sind sicher viele lustige Dinge passiert...
20180926 rocky mountain team bikepark samerberg 06042018 photo team f8 low CT P0446Also das größte Problem ist eigentlich...
Wenn man jeden Tag die Kette beim Bagger verliert!
Gelächter
In der ersten Zeit haben wir jeden Tag einmal die Kette von dem Bagger runter geschmissen, da war dann immer soooo dick der Batz und dann haben wir immer zuerst irgendwohin fahren müssen...
Es gibt da ein Video, wenn man weiß, an welcher Stelle man Pause drücken muss, dann sieht man den Bagger auf der Seite liegen...
Oder wo der Bagger mal in der Kurve versunken ist und dann weg war.
Ja da hab ich einen baggern lassen und am nächsten Tag war der Bagger mitten in die Kurve eingebaut und die Kette hast du nicht mehr gesehen. Dann haben wir den Bagger rausgeholt und in der Kurve war ein riesen Loch.
Mehr Gelächter
Ich hab mindestens zwei oder drei Jahre gebraucht um zu lernen, dass ich für einen Durchschnittsfahrer baue und nicht für mich selbst. Und jetzt müssen wir das dem Alex beibringen.
Noch mehr Gelächter
Das war von Anfang an unser Konzept, unser Alleinstellungsmerkmal: Wir wollten für Einsteiger, für Familien, für Kinder bauen. Wir waren schon vor „Flowcountry“ da, und zu der Zeit waren die Bikeparks richtig schwierig zu fahren. Wir wollten das anders haben, wir waren unter den ersten, die einen leichten Park wollten für alle, die gerne Mountainbike fahren.
Wir sind auch viel rumgefahren und haben viel gesehen, was wir nicht haben wollten. Wir haben am Anfang auch gemeint, dass man alles ausmessen muss, damit der Flow kommt. Da kommt man sehr schnell drauf, dass das Blödsinn ist. Die Essenz aber war, dass unser Park leicht und sicher genug für alle sein sollte. So hatten wir immer schon ganz viele normale Wald-und-Wiesen-Radler.

Ist das Konzept von Anfang an angekommen?
20180926 Bikepark 2017 Photo Team F8 web 0039Wir haben von Anfang an die Zielgruppe angestrebt, die jetzt auch zu uns kommt. Unser Klientel ist viel größer geworden seither aber verändert hat es sich eigentlich nicht. Viele gute Fahrer kommen im Frühjahr zum Aufwärmen, weil wir die ersten sind, die aufmachen, und dann wieder im Herbst für einen entspannten Tag.
Wir haben nach wie vor unsere Fans und die, denen unser Park zu wenig ist. Das ist auch in Ordnung so. Tatsächlich ist es aber so, dass die kreativen Fahrer bei uns oft mehr Spaß haben als anderswo. In vielen Bikeparks fährt man viele Höhenmeter, wo nichts passiert. Bei uns gibt’s auf den wenigen Metern viele Möglichkeiten, man muss sie nur finden. Wenn jemand kreativ fahren kann, dann hat der bei uns total viel Spaß.
Dann haben wir natürlich auch noch die Liebhaber, wie der Ralfi, der kommt tatsächlich drei Mal pro Woche zu uns, der liebt das einfach. Und dann kommen wirklich viele Kinder, Familien und Nachwuchsfahrer zu uns, die können sich langsam herantasten. Es kommen auch viele Urlauber zu uns, die sind teilweise schon Stammgäste.
Wir waren auch immer schon der „Bayerische Bikepark“. Der Samerberg ist Oberbayern wie aus dem Bilderbuch. Mir war das total wichtig, dass der Park in die Landschaft passt und es nicht ausschaut wie auf einer Baustelle. Unser erstes Logo hatte weißblaue Rauten: Bärig, boanig, boarisch!
Wir haben ganz viele Jedermann-Radler, normale Mountainbiker halt.
Und viele Selber-Radler. Die hatten wir zu Beginn gar nicht, aber immer mehr fahren selber über die Teerstraße nach oben und durch den Park runterfahrunter.
Was ich voll spannend finde ist, dass der Prozentsatz an Leuten, die das erste Mal da sind, nie weniger wird. Der lag am Anfang bei 50% und da liegt er auch immer noch. Ich hab immer gedacht, dass irgendwann jeder mal da war aber mittlerweile glaub ich, dass dieser Anteil nie weniger werden wird.

Wie ist das, wenn ich das erste Mal zu Euch komme?
Jeder bekommt an der Kasse eine mündliche Einweisung zur Streckenkennzeichnung. Und ein wichtiger Punkt ist der Maloja-Spielpatz am Start, der ist zum Gewöhnen super. Die anderen, die mehr wollen oder sich nicht trauen, buchen einen Kurs. Übers Monat verteilt finden die Kurse immer Samstag und Sonntag statt.

Passiert denn viel bei Euch im Park?
Nein, sehr wenig. Wir machen unsere Hausaufgaben und sichern so gut wie möglich ab, jeden Tag fahren wir Streckenkontrollen. Gefahrenstellen werden auch entsprechend gekennzeichnet.
Selbstverständlich haben wir eine Betriebshaftpflichtversicherung, die kostet richtig viel. Du bist aber im Park auf eigene Gefahr unterwegs, wie überall sonst auch.

In den meisten Bikeparks kaufe ich ein Ticket und darf Lift fahren. Das ist bei Euch ja jetzt ein bisschen anders...
20180926 rocky mountain team bikepark samerberg 06042018 photo team f8 low CT P0614Das ist nur, damit wir an der Kassa was zu sagen haben (lacht). Übrigens hab ich letztens einen Bikepark in Österreich gefunden, da ist das genauso.
Aus unserer Sicht ist es sehr schade, dass wir da nicht stärker zusammen arbeiten können, da bleibt leider sehr viel Potenzial auf der Strecke. Wir wären begeistert, wenn wir ein gemeinsames Tagesticket anbieten könnten und wenn sich da von der anderen Seite etwas bewegen sollte, sind wir jederzeit gesprächsbereit.
Ich glaube, dass da aufgrund der Vergangenheit ein Bisschen die Angst mitspielt vonseiten der Betriebsleitung. So können wir beispielsweise auch nicht bei der Gravity Card mitmachen, obwohl das für uns super interessant wäre. Mir ist wichtig den Kunden zu erklären, warum sie den Bikepark-Beitrag zahlen sollen: Damit bezahlen wir die Pflege und Instandhaltung des Parks.

Würdet Ihr Euch gerne vergrößern?
Die ursprüngliche Idee beinhaltete sechs Strecken. Aus heutiger Sicht sehe ich eine zweite Strecke langfristig als essentiell und eine dritte als perfekt. Damit wäre ich persönlich zufrieden.
Ich seh das ganz genauso. Am Anfang wollten wir vom Gipfel der Hochries fahren können. Jetzt müssen wir uns mit der Tatsache auseinandersetzen, dass wir – wenn – dann in dem Bereich der aktuellen Strecke eine zweite bauen. Das ist aber viel aufwändiger, als es damals war.
Mittlerweile müssten wir mit 20 bis 25 Grundstücksbesitzern reden.
Außerdem ist die Bahn auch das Nadelöhr, wo es sich jetzt schon manchmal staut. Dass wir keine 2. Strecke haben liegt aber nicht an der Bahn, da fließen viele Faktoren zusammen.

Rechnen sich Park und Shop für Euch?
20180926 rocky mountain team bikepark samerberg 06042018 photo team f8 low AMO 0085Ich glaube, dass als Einzelkonzepte keines unserer Geschäftsfelder funktionieren würde. In Shop und Werkstatt wäre nichts los ohne Park. Park, Werkstatt, Vereih, Shop, Sponsoring – nichts würde ohne die anderen funktionieren, sie bedingen sich gegenseitig.
Ich glaube trotzdem, dass die Strecke das ist, was am ehesten alleine überleben könnte. Wenn du an die ersten Jahre denkst...
Aber da hat keiner von uns hat auch nur einen Euro rausbekommen! Da waren die Bauern der Hammer. Die sind sie mit Baggern, Kippern und Frontlader gekommen und haben uns die Kieshaufen nach oben gefahren. Da sind wir heute noch dankbar.
Einer der Bauern hat uns immer seine Maschinen geliehen, die haben wir dann ständig kaputt gemacht. Ich hab ihn dann wieder angerufen: ‚Du Schorsch, die Raupe ist kaputt, die steht oben im Wald.‘ Dann bin ich schnell abgehauen und hab ihn dann gehört: ‚Kruzifix, es A...!‘ Da hab ich gewusst, dass er die Raupe gefunden hat.

Irgendwie hat er sie dann auf den Hänger gefahren und ist abgedampft. Am nächsten Tag haben wir uns gefragt, wie wir jetzt ohne Raupe weiter machen sollen, da ist der Schorsch 10 Minuten später grinsend gekommen und hat uns die Raupe, die er die ganze Nacht repariert hat, wieder gebracht. Keine Ahnung, ob wir da jemals was bezahlt haben dafür.
Es hat irgendwie funktioniert, dass alle zusammen geholfen haben, damit für alle was dabei rauskommt.
Das halten wir auch mit unseren Partnern so. Wir haben nur Wunschpartner, Firmen, die zu uns passen, mit denen wir uns sofort verstanden haben.
Sämtliche Marken, mit denen wir arbeiten, finden wir cool und nutzen sie auch. Das macht viel aus, wir können die auch authentisch repräsentieren.
Zu Rocky Mountain sind wir eher zufällig gekommen, die hatten mal einen Test bei uns und haben dann angefragt ob wir nicht Lust hätten, mit ihnen was zu machen.
Die haben uns dann eingeladen und für mich war sofort klar, dass das wie die Faust aufs Auge passt: Der Chef hat sich hingestellt und gesagt: ‚Ich bin jetzt 20 Jahre mit meiner Frau zusammen, und genauso langfristig wünsche ich mir auch meine beruflichen Partnerschaften.‘ Rocky Mountain ist klein aber eine Marke mit viel Strahlkraft, die stehen für echtes Trailfahren und Herz beim Radfahren. Jetzt haben wir gerade verlängert.
Das schöne war, dass da nicht verhandelt sondern der weitere Fahrplan festgelegt wurde. Genauso haben wir uns das von Beginn an gewünscht: Langfristige Partnerschaften und ein Bikepark, in dem jeder und jede Spaß am Mountainbike haben kann. Bis jetzt haben wir das ganz gut hingekriegt.

www.bikepark-samerberg.de
  • Freigegeben in People

Audi Nines MTB 2018: Send it to the moon - and back

Sam Pilgrim wird „Ruler of the Week“ und gewinnt „Beste Slopestyle-Line”

Mission erfüllt: Die Audi Nines MTB 2018 sind ihrem Motto „Send it to the Moon“ voll gerecht geworden und nach einer aufregenden Woche voller hochklassiger Mountainbike-Action wieder sicher auf der Erde gelandet. In einem Steinbruch bei Birkenfeld in der Bikeregion Hunsrück-Hochwald trafen sich die weltbesten Freeride- und Slopestyle-Mountainbiker, um sich in einem neuartigen videobasierten Wettkampfformat miteinander zu messen. Sie hatten eine Woche Zeit, um auf den gewaltigen Hindernissen ihre besten Tricks und Runs zu zeigen und diese auf Video zu bannen.

20180924 TANMTB18 D2 Action Sam Pilgrim KlausPolzer Web099Bei der Award-Gala am Donnerstagabend feierten die 27 Teilnehmer die erfolgreiche Premiere der Audi Nines MTB 2018 in Deutschland und krönten anhand der Videoaufnahmen die besten Athleten der Woche. Mann des Abends war der Brite Sam Pilgrim, der von den anderen Fahrern zum „Ruler of the Week“ gewählt wurde und der den Award in der Kategorie „Beste Slopestyle-Linie“ abräumte. Er zeigte sich dementsprechend begeistert: „Wir hatten sechs Tage Zeit, auf höchstem Niveau unsere Leistung zu bringen. Es bedeutet mir besonders viel, zwei der Kategorien gewonnen zu haben, weil es andere Mountainbike-Profis waren, die für mich gestimmt haben.“

Pilgrims Landsmann Sam Reynolds erhielt den Preis in der Kategorie „Beste Freeride-Linie“. Den zweiten Platz holte sich hier Nico Scholze aus Filderstadt (GER). Adolf Silva (ESP) gewann den „Besten Freeride-Trick“ für seine Cali Roll. Den „Besten Slopestyle-Trick“ sicherte sich Dawid Godziek (POL) mit seinem Quadruple Tailwhip, ebenfalls ein weltweit erstmals gelungener Trick. Dabei drehte er sein Fahrrad in der Luft viermal um die Lenkerachse. Den Titel für den „Besten Style“ gewann Lukas Schäfer aus Limburg (GER).

20180924 TANMTB18 D3 Action Lukas Schäfer KlausPolzer Web024Die Audi Nines MTB 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem Bikepark Idarkopf durchgeführt, der 2019 in der Nähe von Birkenfeld eröffnet werden soll. „Die Location hat uns erst ein wenig Sorge bereitet“, gibt Reynolds zu. „Wir waren nicht ganz sicher, ob die Bilder an die vorherigen Events in den Alpen mit ihrem weiten Bergpanorama heranreichen würden. Aber sobald uns die Assoziation mit einer Mondlandschaft in den Sinn gekommen war, bekam das Ganze sofort einen eigenen Charakter. Das war der ungewöhnlichste Ort, an dem ich je gefahren bin. Durch die Satellitenschüssel und die anderen Spezialelemente kam man sich vor wie in einem Computerspiel!“

audinines.com

  • Freigegeben in News

Endura MT500: Die preisgekrönte Top-Kollektion

Perfekte Bike-Bekleidung für den Herbst

Der September neigt sich dem Ende zu und der „richtige“ Herbst kündigt sich in Riesenschritten an. Zeit also, sein Bike-Outfit auf die niedrigeren Temperaturen und das unbeständigere Wetter abzustimmen. Endura hat mit der MT500-Kollektion dafür genau die richtige Ausstattung parat und die Top-Linie mit einer wasserdichten Jacke, einem Langarmtrikot sowie wasserdichten Shorts und Hosen ausgebaut.

20180921 MT500 Jacket Detail MangoGenau wie ihr Vorgänger steckt die neue MT500 Wasserdichte Jacke voller nützlicher Funktionen und verbindet hervorragenden Wetterschutz mit preisgekrönter Atmungsaktivität. Sie besteht aus atmungsaktivem ExoShell60™ 3-Lagen Gewebe mit wasserdicht versiegelten Nähten. Zudem sorgen zwei große wasserdichte Vordertaschen, die auch als Lüftungsschlitze dienen, für zusätzliche Luftzufuhr. Die Jacke verfügt außerdem über Belüftungen unter den Armen durch 2-Wege-Reißverschlüsse, die sich bis zum Rücken ausweiten lassen und Rucksack-kompatibel sind.

Die MT500 Wasserdichte Jacke enthält zudem eine langlebige Schulterpartie mit Silikonapplikationen, einen wasserabweisenden VISLON® Reißverschluss mit Sturmlasche und Reflektorstreifen an Kapuze, Bund und Rücken. Die ergonomisch angeordneten Stretch-Paneele sorgen für eine perfekte Passform bei uneingeschränkter Bewegungsfreiheit. Der Saum und die Bündchen sind individuell einstellbar. Praktisch auch die Ärmeltasche für das Liftticket und die 3D verstellbare Kapuze: Sie lässt sich zusammenrollen, wenn sie nicht gebraucht wird, und formt dann einen Stehkragen. Außerdem kann sie sowohl unter als auch über dem Helm getragen werden.

20180921 MT500 Thermo LS JerseyDas MT500 Thermo Langarm-Trikot ist vielseitig einsetzbar und äußerst langlebig. Durch die isolierenden Lagen kann es auch als Außenlage getragen werden. Winddicht sind Frontpaneele, die Ärmel und der Schulter- sowie der obere Rückenbereich. Die Seiten- und Vordertaschen mit großen Reißverschlüssen bieten viel Raum für Wertgegenstände und kommen mit einem handlichen, im Inneren verborgenen Brillenputztuch. Die Schulteraufdrucke aus Silikon schützen das Trikot beim Tragen eines Rucksacks und vermeiden nerviges Herumrutschen der Riemen. Der elastische Gummi am hinteren Saum verhindert das Hochrutschen des Trikots.

Die neuen wasserdichten Shorts sind sozusagen die wasserdichte Version einer richtigen Baggy Short und nicht nur eine Überhose. Mit Gürtelschlaufen, den Seitentaschen mit Reißverschlüssen, wasserdichten Stretch-Paneelen für mehr Beweglichkeit und einem strapazierfähigen Schritteinsatz sind sie perfekt für schlechtes Herbstwetter gemacht. Sie bestehen aus dem gleichen wasserdichten ExoShell60™ 3-Lagen Gewebe wie die MT500 Wasserdichte Jacke und sind vollständig nahtversiegelt.

20180921 MT500 TrouserWird es zu kalt für die Shorts kommt die MT500 wasserdichte Hose zum Einsatz. Sie ist vollständig wasserdicht und durch weitere Paneele und Vorformungen mit optimaler Passform ausgestattet. Dank der langen 2-Wege-Reißverschlüsse an den Oberschenkeln ist für ausreichend Belüftung von oben bis unten gesorgt. Außerdem kann die MT500 Wasserdichte Hose ganz leicht an- und ausgezogen werden, selbst wenn man die Schuhe anbehält.

Die MT500 Wasserdichten Handschuhe, die MT500 Wasserdichten Überschuhe und der MT500 Helm runden das MT500 Outfit ab. Endura ist so überzeugt von der MT500 Kollektion, dass für all diese Produkte die 90-Tage-Zufriedenheitsgarantie der schottischen Firma gilt.

www.endurasport.com
  • Freigegeben in Stuff

Mountainbike-Kongress in Saalbach 25. - 27.09.2018

Die Grundpfeiler des EMTB Tourismus

Der dritte österreichische MTB-Kongress steht unter dem Motto „Lernen“. Weshalb gerade jetzt dieses Motto gewählt wurde erklärt Initiator Harald Maier: „Das kleine „e“ vor vielen Begriffen hat große Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Ich bin der Ansicht, dass insbesondere im Tourismus sehr viel Erfahrung aus den Bereichen Ski, Wandern und Mountainbike vorhanden ist, somit macht es Sinn dieses „e“ neu zu denken.“

20180912 Mountainbike Kongress 1Der Erfolg einer Mountainbike-Destination basiert auf vier Pfeilern: Wegen, Services, Identität und zielgruppengerechter Vermarktung.

Wege sind seit Bestehen der Menschheit immer das wichtigste Element für eine Weiterentwicklung, auch der E-MTB-Tourismus bildet hier keine Ausnahme. Adrian Greiner (Bikeplan AG) zeigt anhand seines Raumentwicklungskonzeptes für den Wallis (CH) wie unterschiedliche Nutzungsvereinbarungen nebeneinander erfolgreich existieren können. Philipp Wiedhofer (Wexltrails) bringt das Thema Uphill-Trail in die Diskussion ein und Hubert Leibl (Balzamico Trailbau) erklärt die im Entstehen befindliche Trailbaunorm. Beim Expertentalk zum Thema „Bikepark - Auslaufmodell oder Lösung für MTB-Tourismus in Zeiten von EMTB“ diskutieren Martin Höbarth (LWK), Adrian Greiner, Alexander Arpaci (Wienerwaldtrails) und Dieter Stöhr (Forstorganisation Tirol) verschiedene Ansätze und Befindlichkeiten.

20180912 Mountainbike Kongress Initiator Harald Maier führt durch das ProgrammDurch Services entsteht Wertschöpfung in den Destinationen. Es gilt Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren. Tobias Krause (TrailXperience) setzt sich wissenschaftlich mit dem Thema Fahrtechnik auseinander und im Expertentalk „Fahrtechnik - „mustbe“ oder „nice2have“ in Zeiten von EMTB“ wird das Thema in allen Facetten beleuchtet. Neben Sicherheitsexperten wie Christian Kräutler (KfV) kommen auch die Rennfahrerin Steffi Marth und der EMTB-Fahrtechnik Experte Stefan Schlie zu Wort.

Fünf Vorträge und ein Expertentalk schließen den Kongress mit dem Thema Identität ab. Uli Stanciu, Europas Mountainbike-Papst, gewährt Einblick in die Entwicklung des Mountainbike-Tourismus der letzten 25 Jahre. Der dritte Expertentalk dürfte für hitzige Gespräche sorgen: „Wie kann die Finanzierung von Wegen funktionieren falls morgen ein Großteil dieser mit EMTB genutzt wird? Sprengt die Reichweite des EMTB die Regionsgrenzen und was sind die Auswirkungen?“

„EMTB gibt uns die Chance aus der Nische des elitären Sportes zu kommen und ermöglicht es der breiten Bevölkerung Natur abseits der Straßen gesund zu genießen. Somit wandeln wir Screenstunden in Bewegungsstunden um. Es liegt an uns die Rahmenbedingungen und die Lenkungsmassnahmen richtig zu setzen, um den Nutzen für die Mehrheitsbevölkerung transparent und spürbar zu machen“ sagt Initiator Harald Maier.

www.mountainbike-kongress.at
  • Freigegeben in News

Trail Tales: Segnas-Runde - Der Ruf der Couch

Es ist nicht einfach, dem Lockruf der Couch zu widerstehen – aber wer ab und zu seine Komfortzone verlässt, wird mit grossen Erlebnissen belohnt. Erlebnissen wie auf der Segnas-Runde, einer Mountainbike-Tour, die auf einsamen Trails einmal den Flimser Stein umrundet.

www.graubuenden.ch

  • Freigegeben in Video

1.000 Marathonisti aus 20 Nationen bei den World Games of Mountainbiking

Jubiläumsmarathon lockt Athleten aus ganz Europa nach Saalbach Hinterglemm

Die World Games of Mountainbiking locken jährlich Hunderte Marathonisti aus ganz Europa an. Am Samstag um 09:00 Uhr rauschen rund 1.000 Athleten gleichzeitig durch den Startbogen im Zentrum von Hinterglemm und stellen auf den fünf verschiedenen Distanzen ihre Kondition unter Beweis.

World Games of Mountainbiking 2017 180 Kilometer und 3.678 Höhenmeter gilt es bei der anspruchsvollsten Distanz zu bewältigen. Doch auch die Distanzen 31 km, 42 km und 58 km lassen die Waden bei 1.160, 1.980 bzw. 2.920 Höhenmetern über die Grasberge Saalbach Hinterglemms ordentlich brennen. Die Motivation steigt, wenn die Zuschauer die Teilnehmer auf den höchsten Punkten der Tour anfeuern.

Zu den altehrwürdigen Distanzen gesellt sich nun die “kurze” und sportliche 21-km-Variante mit knapp 900 Höhenmetern. Sie führt in Richtung Spielberghaus auf den Bernkogel nach Hinterglemm über die Rosswaldhütte zurück zum Start-Zielbereich im Zentrum von Hinterglemm. Die optimale Runde für Marathon-Neulinge und Racer, die es gerne flott und knackig mögen.

Die Zuschauer feuern ihre Helden übrigens nicht nur im Ziel, sondern auch an den höchsten Punkten der Strecke, nämlich am Schattberg Ostgipfel und Zwölferkogel, wo sie mit Moderation und Musik unterhalten werden, an. Am Samstag, 08.09.2018 gibt es ein extra Zuschauer Special (Berg- & Talfahrt für € 11,50 für Erwachsene, € 9,00 für Jugendliche und € 6,00 für Kinder) am Schattberg & Zwölferkogel.

All jene, die sich kurzfristig noch mit Gleichgesinnten messen wollen, können sich noch bis eine Stunde vor dem Startschuss vor Ort anmelden. Der Startschuss fällt am 8. September um 09:00 Uhr in Hinterglemm (Anmeldeschluss 08:00 Uhr).

www.saalbach.com/worldgames
  • Freigegeben in News

Mountainbike WM in Lenzerheide: Morgen geht’s los!

Spektakuläre Strecken und rasante Rennen um das Regenbogen-Trikot

Der Mountainbike Weltcup 2018 ist Geschichte. Doch von 5. bis 9. September werden die besten Mountainbiker der Welt in Lenzerheide bei den UCI Mountain Bike World Championships presented by Mercedes-Benz nochmals alles geben, um Edelmetall für ihre Nationen zu sichern und im besten Fall ihre Garderobe um ein Regenbogen-Trikot zu erweitern. Dazu müssen allerdings in beiden Disziplinen tückische Strecken gemeistert werden. Angefeuert von zehntausenden Fans werden sich 10 Athleten und eine Nationalmannschaft zu Weltmeistern küren lassen.

20180904 DH Course by Sven Martin 1Auf die Downhill-Athletinnen und -Athleten wartet die STRAIGHTline, die bereits im vergangenen Jahr mit Blick auf die WM 2018 mit einigen Änderungen aufwarten konnte. Dieses Jahr kommt eine weitere Neuerung hinzu. Nach dem Road Gap im unteren Drittel geht es nach wenigen Kurven früher als in den vergangenen Jahren in den Wald zurück. Der frische Waldabschnitt führt zum natürlichen Drop «Mitas Wall» und wird sich im Laufe der Wettkampf-Woche sicherlich noch stark verändern. Es ist zu erwarten, dass bis zu den Elite Rennen am Wochenende etliche, tückische Wurzeln freigelegt werden. Die rund 2,2 Kilometer lange Strecke gehört zu den schnellsten im Mountainbike-Rennzirkus und ikonische Abschnitte wie der gewaltige «Cornèrcard Rock Garden», der highspeed «X-Class Full Gas Step Up», «Graubünden Road Gap», die «Lenzerheide Edge» und der «Red Bull Drop of Fame» verlangen den Fahrern alles ab. „Ich denke, dass der 17 Meter lange «Ochsner Sport Cabin Hit» sicherlich zu den Schlüsselstellen gehören wird“, erklärt Rafael Tschäff Rhyner, der auch für den Streckenbau bei der WM verantwortlich ist. „Da muss man die Geschwindigkeit wirklich gut einschätzen, um nicht zu überschießen. Sollte es im Gegensatz zu den letzten Jahren nass sein, wird das Steinfeld im oberen Abschnitt und das neue Waldstück sehr interessant werden.“

20180904 XCO Course by Sven Martin 6Die Cross Country Strecke ist im Vergleich zum letzten Jahr unverändert und wird damit auch in diesem Jahr die Athleten an ihre Grenzen bringen. Gleich zu Beginn wird es brenzlig. „Der Schlüssel zum Erfolg könnte vor allem beim Start liegen. Nach dem ersten längeren Anstieg geht es relativ bald in die «Heidi’s Hell Abfahrt». Wenn man nicht vom Start weg auf einem der vorderen Plätze ist, wird es dort wirklich zur Hölle, da es weiter hinten im Feld recht eng zugehen wird“, so Rhyner. «Heidi’s Hell» führt die Athleten auf einem sehr steilen, hochtechnischen Abschnitt vom höchsten Punkt der Strecke in eine technische Wurzelpassage und bildet zugleich den längsten Downhill-Abschnitt – vor allem im Nassen eine sehr rutschige Angelegenheit. Auf der 4,2 Kilometer langen Runde warten nicht nur 188 Höhenmeter pro Runde auf die Fahrerinnen und Fahrer sondern auch etliche Herausforderungen wie die «Lenzerheide Cliff», der «Ochsner Sport Dual Slalom» oder der «Mitas Muddy Climb» bevor die Athletinnen und Athleten über die «Cornèrcard Ramp» auf die von tausenden ekstatischen Fans umsäumte Zielgerade einfahren.

20180904 DH Course by Sven Martin 9Im Downhill der Männer dürfte das Rennen so offen wie selten zuvor sein. Weltcup-Gesamtsieger Amaury Pierron (FRA) kam dieses Jahr aus dem Nichts. Pierron wird sicherlich gute Karten haben seinem Landsmann und amtierenden Weltmeister, Loïc Bruni, Paroli zu bieten. Die Liste an potentiellen Gold-Medaillenkandidaten ist aber bei den Herren sehr lang. Die wiedergenesenen Altmeister Aaron Gwin (USA) und Greg Minnaar (RSA) sowie weitere Topathleten wie Danny Hart (GBR), Laurie Greenland (GBR), Troy Brosnan (AUS), Loris Vergier (FRA) oder Luca Shaw (USA), um nur ein paar Namen zu nennen, sind in Lenzerheide nicht zu unterschätzen. Bei den Frauen wird es sicherlich ähnlich eng zugehen. Weltcup-Gesamtsiegerin wurde in diesem Rachel Atherton (GBR) vor Tahnée Seagrave (GBR). Der Downhill-Sport der Frauen hat sich zu einem extrem spannenden Wettbewerb entwickelt und bei jedem Rennen sind Rachel Atherton, Tahnée Seagrave, Myriam Nicole (FRA) und Tracey Hannah (AUS) in der Lage, ganz oben auf das Podest zu fahren. Lokalmatadorin und Schweizer Medaillen-Hoffnung Emilie Siegenthaler erholt sich noch von einer Ellenbogenluxation, ist aber fest entschlossen bei ihrer Heim-WM am Start zu sein.

20180904 XCO Course by Sven Martin 5Im Cross-Country sind ähnlich spannende Rennen zu erwarten. Dabei wird das Heimpublikum sicherlich ganz besonders auf die beiden Elite-Rennen brennen. Mit den Weltcup-Gesamtsiegern Jolanda Neff und Nino Schurter werden gleich zwei Lokalhelden aus der Schweiz versuchen ihren Weltmeistertitel aus 2017 zu verteidigen. Ein Zuckerschlecken wird es jedoch nicht – selbst mit den heimischen Fans im Rücken. Nino Schurter sah sich in diesem Jahr einer starken Konkurrenz ausgesetzt. Zudem machte ihm einige Male in diesem Jahr die Technik das Leben schwer. Auch wenn er sich den Weltcup-Gesamtsieg sichern konnte, dominierte er nicht so wie in den vergangenen Jahren. Mit Mathieu Van der Poel (NED), Gerhard Kerschbaumer (ITA), Anton Cooper (NZL) und Henrique Avancini (BRA) erwarten Schurter starke Gegner, die ihn in dieser Saison alle gefordert haben. Sam Gaze (NZL), der im ersten Weltcup des Jahres Schurter auf die Plätze verweisen konnte, wird aufgrund eines gebrochenen Handgelenks in Lenzerheide nicht am Start sein. Auch bei den Frauen gibt es eine ganze Reihe an Medaillen-Kandidatinnen. Neben den klaren Gold-Favoritinnen Neff und Annika Langvad (DEN), die sich über die Saison hinweg einen sehr spannenden Wettkampf geliefert haben, zählen Maja Wloszczowska (POL), Emily Batty (CAN), Anne Tauber (NED), Pauline Ferrand-Prevot (FRA), Kate Courtney (USA) und Gunn-Rita Dahle Flesjaa (NOR) alle zu den Athletinnen, die in jedem Fall um Edelmetall, wenn nicht sogar um Gold fahren können.

Übertragen werden die Rennen live auf RedBull TV.

Neben der ganzen Rennaction wird es auch dieses Jahr zahlreiche Side-Events, Partys und eine 7.500m2 große Expo-Area geben, wo sich etliche Aussteller und natürlich die National Teams des Downhill- und Cross-Country-Rennzirkus präsentieren werden. Zu den Highlights gehören die Steinböckli Laufrad WM, die Movie Night mit «Free Riding Iran – Die Gehrig Twins im Land der Mullahs» und «North of Nightfall», der #fullgasMTB Whip Off Contest, das «Flyer Uproc Dual Slalom» und etliche Livekonzerte.

www.lenzerheide2018.com
www.arosalenzerheide.swiss/biken

  • Freigegeben in News

Ischgl: Flimjoch Flowtrail

Ischgl hat für die neue Saison einen neuen Flowtrail gebaut, den Flimjoch Flowtrail. Er verspricht grandioses Trailsurfen im hochalpinen Gelände auf über 2.700 Metern Höhe. Ob er dieses Versprechen auch halten kann, haben wir uns mal angesehen.

20180821 P0Q2674An der Flimjoch Bergstation auf 2.752 Metern angekommen, geht es von unten gesehen auf der linken Seite auf den neuen Flimjoch Flowtrail. Gleich am Einstieg stoppt man erst mal und ist beeindruckt von dem gigantischen Ausblick. Was für eine Bergwelt! Es kommt richtiges hochalpines Feeling auf.

Nun legen wir los, über rasante Anlieger hinab bis zur Idalp geht der neu geshapte Trail. Insgesamt zieht sich der Flimjoch Flowtrail über ca. 3 Kilometer Länge und 435 Tiefenmeter. Im oberen Bereich ist der Trail teilweise in die Felsen eingebettet und führt über ein paar leichte Steilstufen und in weiten Kurven flowig und nicht zu steil dahin. Auf felsigem und steinigem Untergrund geht es hinunter bis zum Weidebereich. Hier werden die Anlieger etwas weiter und man kann es richtig laufen lassen bis man unten an der Idalp ankommt, wo der Trail endet.

20180821 P0Q2754Der Flimjoch Flowtrail ist für E-Bikes geeignet, und auch weniger versierte Fahrer können den Trail gut bewältigen. Vom Schwierigkeitsgrad kann man ihn in der Singletrailskala im unteren S2-Bereich einordnen. Also ein super Trail für nicht so geübte Fahrer, die sich zum Start in die Ischgl Bikewoche einfahren wollen.

Unten an der Idalp angekommen wartet übrigens eine sehr empfehlenswerte Einkehr auf Euch: Auf der Idalp werden hungrige Biker verwöhnt, ob Kaspressknödelsuppe, Hirschragout oder Kaiserschmarrn – hier ist für jeden etwas dabei. Aber vorher geht’s gleich noch mal hoch. So sollte jedes Bikeabenteuer beginnen!

www.ischgl.com

Spotreport: Bikepark Serfaus-Fiss-Ladis

Ein abwechslungsreiches MTB-Paradies für Jung und Alt

Serfaus-Fiss-Ladis hat sich schon vor etlichen Jahren einen (sehr guten) Namen als klar auf Familien ausgerichtete Wintersportdestination gemacht. Nur konsequent also, dass man im Tiroler Oberland die Familien auch zur Zielgruppe für den Sommer gemacht hat. Und das vorweg: Ja, man kann familiengerechte Bikegebiete schaffen, in denen sowohl Kinder als auch Erwachsene Spaß haben!

20180814 Trailmap DEIn Serfaus-Fiss-Ladis kommen Kinder und Eltern – gleich ob Einsteiger und erfahrene Biker - auf ihre Kosten: Auf den abwechslungsreiche Trails, als Teilnehmer bei einer der mit Leidenschaft geführten Touren oder mit der 2018 neu gegründeten Bikeschule geht dem Biker das Herz auf.

Die Familienregion in den Tiroler Alpen legt Wert auf ein ausgeglichenes und familiengerechtes Bike-Angebot. Es gibt angelegte Strecken für Einsteiger, die den Rookies die Angst vor den ersten Trails nehmen, sowie technischere und anspruchsvollere Strecken für erfahrene Fahrer, jede Menge Singletrails in allen Schwierigkeitsstufen und ein vielfältiges Rundum-Angebot ums Biken. Die Trails schlängeln sich durch eine atemberaubende Kulisse, durch satte Wälder und vorbei an klaren Seen und eindrucksvoller Bergwelt.

20180814 Zirbentrail by Christian Waldegger 2Der Bikepark wartet auf alle, die sich auf ihren Bikes richtig austoben möchten. Hoch geht es mit der Waldbahn in Fiss. Wer das ein oder andere Ausrüstungsteil noch besorgen muss, ist im Bikeshop direkt an der Talstation der Waldbahn bestens aufgehoben. Ob Bike, Schutzbekleidung oder Ersatzteile, hier findet jeder das Benötigte.

Der Bikepark besteht aus acht Trails, die für verschiedene Könnerstufen ausgelegt sind:

Easy Trails (blau) für Einsteiger und Familien:
- Milky Way: perfekt für Einsteiger, um sich an den Bikepark heranzutasten und erste Erfahrungen zu sammeln.
- Vuelta: eine etwas herausforderndere Variante um sein Können weiterzuentwickeln.
- Morning Glory: Spannende Alternative zum Milky Way mit viel Flow und einigen Northshore-Elementen.

Medium Trails (rot) für Einsteiger und Fortgeschrittene:
- Strada del Sole: hier geht es ans Eingemachte - mit über 40 Sprüngen steigt das Adrenalin. Die meisten können aber auch umfahren werden.
- Supernatural: gute Möglichkeit ein Gefühl für Geschwindigkeit zu bekommen und ganz ohne treten und bremsen durchzufahren.
- Freeride Trail: garantierter Spaß mit mehreren Sprüngen und Northshores.

Expert Trails (schwarz) für Könner:
- Hill Bill: Technik und Abwechslung werden hier groß geschrieben. Viele Wurzelpassagen mit Drops und Sprüngen sind auf diesem Trail zu finden.
- Downhill: wie der Name schon verrät, ist die Strecke recht steil mit vielen Herausforderungen. Ob Wurzeln, Steinfelder, Sprünge über Holzelemente und Geländekanten, hier ist alles dabei.

Preise:
Erwachsene 37,50€
Jugendliche 29,00€
Kinder 19,50€
Gravity Card und Super.Sommer.Card sind gültig

20180814 Scheidtrail by Christian Waldegger 2Abseits des Bikeparks sorgen unzählige Trailvarianten für Abwechslung im Bike-Programm. Leichte Einstiegsmöglichkeiten für Anfänger und Familien bietet der Scheidtrail. Auf perfekt gehapten Lines finden Biker ihren Flow und können sich an Northshores und Doppelwellen herantasten. Für Abwechslung sorgen viele Anlieger und spielerische Wellen, die eine freie Linienauswahl zulassen.

Der Zirbentrail (2.072m) verläuft durch den Zirbenwald und lädt bei der Schöngampalm Hütte zum Pausieren ein. Fortgeschrittene können ihrer Kreativität auf Northshores, Doppelwellen und speziell gehapten Obstacles freien Lauf lassen. Auch hier sind Wasserrinnen und Hügel leicht überollbar.

Wer auf Herausforderung steht, ist beim Frommestrail genau richtig. Mit viel Flow fährt man vom oberen alpinen Gelände runter in den Fichtenwald und hat insgesamt 9 km Fahrspaß vor sich. Auf diesem natürlichen Trail warten Wurzeln und anspruchsvollere Stellen, die aber auch leicht zu umfahren sind. Die Abfahrt vom Schönjochkreuz auf 2.436 Metern zum ersten Stausee ist phänomenal schön. Hierbei handelt es sich um einen Shared-Trail, wo auch auf andere Bergnutzer und Tiere Rücksicht genommen werden muss.

20180814 Flüstertrail by Christian Waldegger 3Besondere Spannung und Action sind beim Flüstertrail auf 2.433 Metern garantiert. Lose Steine und steile Abfahrten werden von paradiesischem Panorama begleitet. Angefangen beim Schönjoch verläuft die rasante Fahrt hinab über Stock und Stein und unbeschreiblicher Aussicht. Nach dieser adrenalingeladenen Fahrt, werden die Akkus im urigen Heustadel Dorf wieder aufgefüllt und der Spaß geht weiter.

Neu im Repertoire in Serfaus-Fiss-Ladis ist die kürzlich eröffnete Bikeschule. Alle Altersklassen und Könnerstufen bekommen hier viele Tipps und Tricks mit kompetenten und motivierten Guides. Die Programme werden je nach Biker-Typ abgestimmt und die Angebote beinhalten Bikepark- und Kinderkurse sowie Einsteiger- und E-Bike Touren. Touren-Fans bekommen das volle Programm mit Fahrtechniktraining, Bikecheck und Safetykurs. Daneben finden auch mehrere Camps im Jahr statt, wie beispielsweise das Rookie-Camp, das MTB-Women’s Camp, das BIKEnSTYLE Camp und viele mehr.

Das jährliche Highlight ist das erfolgreiche MTB-Festival in der Region, das im Sommer stattfindet. Das ganze beginnt mit dem Rookie Camp für alle 11- bis 18-Jährigen, die von Profis lernen und gemeinsam shredden. Die KONA Rookie Games bilden das Rahmenprogramm des Festivals. Ausgelassen auf dem Pumptrack oder bei der Pastaparty lernt man sich schnell untereinander kennen, bevor es beim Specialized Rookies Cup oder bei den iXS International Rookies Championships dann darum geht, die schnellste Zeit in den Downhill-Kurs zu zimmern.

www.bike-sfl.at 
  • Freigegeben in Spots
Diesen RSS-Feed abonnieren

News

Splitboardcamps mit Splitboard…

Von Montafon bis Kirgisistan Mit Splitboards Europe habt ihr die Möglichkeit...

1. Oktober 2018

Mountain of Storms

Fünf Freunde und ein Abenteuer Der Roadtrip von Yvon Chouinard, Doug...

1. Oktober 2018

Mountainbike-Kongress in Saalb…

Die Grundpfeiler des EMTB Tourismus Der dritte österreichische MTB-Kongress steht unter...

12. September 2018

Alpinmesse Multivisionsvorträg…

Bühne frei für spannende Berggeschichten Am 20. Und 21. Oktober 2018...

11. Juli 2018

Events

Arlberg Giro und International…

Buchmann und Schweinberger triumphieren beim Profi Kriterium, Spögler und Dettmer...

31. Juli 2018

Recap: Freeride Nights Innsbru…

Die Freeride Nights Innsbruck Saison 2018 sind Geschichte und wie...

14. Juni 2018

Trail Days vom 31. Mai bis 03…

Das MTB und Musik Festival in Kranjska Gora/Slowenien ist komplett...

22. Mai 2018

X Over Ride 2018

Bilderbuch-Bedingungen am Kitzsteinhorn Freerider aus 15 Nationen nahmen bei strahlendem Sonnenschein...

28. März 2018