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Freeride News // Blog

Neue Zugspitzbahn am 21. Dezember eröffnet

Ein historischer Moment

Je drei Jahre Planung und Bauzeit gingen kurz vor Weihnachten am 21. Dezember mit der Jungfernfahrt der neuen Zugspitzbahn zu Ende. Es ist der Beginn einer neuen Ära und die Zukunftsinvestition schlechthin für die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, die regionalen Tourismusverbände und Gemeinden. Am 21. Dezember wurde das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro schließlich offiziell eingeweiht.

20180102 Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AGFunkelnagelneu und in schickem, dezentem Design hängen die beiden Kabinen am Seil, bereit, je 120 Fahrgäste auf Deutschlands höchsten Gipfel zu befördern. Dabei passieren sie eine 127 Meter hohe und damit die weltweit höchste Stahlbaustütze für Pendelbahnen, überwinden den weltweit größten Gesamthöhenunterschied von 1.945 Metern in einer Sektion sowie das weltweit längste freie Spannfeld mit 3.213 Metern. Drei Rekorde, die mit grandiosen Panoramablicken aus den bodentief verglasten Großraumkabinen um die Wette eifern. Dank Scheibenheizung bieten die Kabinen auch bei schlechtem Wetter ungetrübte Sicht. Bei klarem Himmel reicht der Blick bis nach München.

20170102 Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Max Prechtel 6Klar, dass bei solchen Superlativen auch der Komfort in den Kabinen First-Class sein muss: „Nach der Erschließung der Zugspitze über die Zahnradbahn, den Tunnel zum Sonnalpin und die Eibsee-Seilbahn gehört der Neubau der Seilbahn Zugspitze zu den ganz großen Meilensteinen unserer Unternehmensgeschichte“, zeigt sich Peter Huber, Technischer Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, stolz über den enormen Qualitätsschub. „Wartezeiten im Tal und am Berg werden jetzt der Vergangenheit angehören, wir erwarten um ca. 10 Prozent mehr Fahrgäste“, meint beispielsweise der Kaufmännische Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG Matthias Stauch.

Das Erlebnis Zugspitze beginnt ab sofort in der neu errichteten Talstation, die auf einer einzigen Ebene den Zu- und Abgang zu den Seilbahnkabinen sowie einen großzügigen Eingangsbereich mit freier Sicht auf Eibsee und Zugspitze beherbergt. Dank eines Schiebeperrons können die Fahrgäste hier nun komfortabler und effizienter ein- und aussteigen. Gekrönt wird die Seilbahnfahrt von der neuen Bergstation, wo drei Gästeebenen den Zugang zur Gletscherbahn, zur gastronomischen Infrastruktur und zur Gipfelterrasse mit 360°-Panoramablick ermöglichen. Über die Terrasse erreichen Besucher auch das Münchner Haus und die Tiroler Zugspitzbahn. Als besonderer Blickfang erweisen sich die vollverglasten Bahnsteige, die beim Ein- oder Aussteigen für überraschende Perspektiven sorgen. Freie Sicht auf die Alpengipfel hält auch das großzügige, verglaste Treppenhaus auf der Südseite des Bergstationsgebäudes bereit. In Anlehnung an die von 1963 bis 1990 vorhandene Sonnenterrasse laden hier Sitzstufen zwischen dem 2. und 3. Obergeschoss zum Innehalten und Genießen der Aussicht ein.

20180102 Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG Max Prechtel 9So imposant sich die neue Bergstation heute präsentiert, so beeindruckend war auch die technische Meisterleistung, sie auf knapp 3.000 Meter über dem Meeresspiegel zu errichten. Zu den größten Herausforderungen zählten neben der Höhenlage die Wetterbedingungen. Sie hielten während der Bauphase alles (Un)Mögliche von Schnee und Eis im Hochsommer über Nebel und Dauerregen bereit. So mancher Schönwettertag entschädigte die Bauarbeiter dafür mit dem höchsten und aussichtsreichsten Arbeitsplatz des Landes. Auch das Thema Logistik gestaltete sich spannend, musste doch wegen der begrenzten Lagerflächen am Gipfel vom Beton bis zum Stahlträger alles just-in-time angeliefert werden. Für interessierte Besucher bot sich dadurch in den letzten drei Jahren auf der Zugspitze ein ziemliches Spektakel. Nach dem Startschuss im Herbst 2014 konnte man mittels Webcam, Online-Bautagebuch und später auch auf Baustellenführungen vor Ort die Entstehung der neuen Seilbahn Zugspitze hautnah mitverfolgen.

Wer sich die beeindruckende Fahrt in der neuen Zugspitzbahn gönnen möchte, der legt an der Kassa 45 Euro dafür hin – das ist allerdings auch der Preis für ein Ski-Tagesticket.

www.zugspitze.de

  • Freigegeben in News

Unterwegs beim Safe On Snow auf der Zugspitze

Lawinenkunde für Ladies Only

Der Lawinenworkshop zu Beginn der Saison gehört für Freerider/innen genauso zur Saisonvorbereitung wie der Skiservice. Diesen Winter ist das ohnehin schon große Angebot um einen Anbieter – bzw. eher Anbieterin – reicher: die Freeride-Pros Eva Walkner, Aline Bock und Jackie Paaso haben „Safe On Snow“ ins Leben gerufen – Lawinenworkshops nur für Frauen.

20161205 Art2Mit dabei auf der Zugspitze ist, neben 17 Damen mit Ski oder Snowboard, auch Geli Kaufmann. Sie ist der Profi in Lawinenkunde, als Skilehrerin und Skiführerin am Arlberg beschäftigt sie sich tagtäglich mit der Materie, zusätzlich ist sie Mitglied der Lawinenkommission. Sie bringt ihre Kompetenz in Lawinenkunde und Beurteilung von Gelände und Gefahren ein und übernimmt so einen großen Teil des Theorieteils am Vormittag. Die drei Profis ergänzen das Programm mit ihren Vorträgen zu verschiedenen Schwerpunkten. Während Aline über „Frauen am Berg“ spricht und eine Lanze für die Selbstverantwortung der Fahrerin bricht, geht Eva auf die Verantwortung für andere im Gelände ein. Ihr Motto: „Respekt gegenüber anderen Fahrern und gegenüber der Natur! Schaut nach oben und unten!“ Jackie widmet sich dafür der Planung eines Skitrips, sei es eine Tagestour oder eine Reise in ein unbekanntes Gebiet. Was allen gemeinsam ist: die Betonung der Kommunikation am Berg. Und der Aufruf an die Teilnehmerinnen, sich zu melden und was zu sagen, wenn sie kein gutes Gefühl bei einer Abfahrt haben. „Es geht um DEIN Leben!“

Nach dem Mittagessen geht’s dann an die praktische Umsetzung des Gelernten: in Kleingruppen wird geschaufelt, sondiert und mit dem LVS-Gerät gesucht was das Zeug hält. Jede der Coaches betreut dabei eine Station und gibt laufend Feedback und Tipps, beantwortet Fragen. Zum Abschluss werden dann Notfallszenarios in kleinen Gruppen geübt, wobei jede auch einmal den Lead übernimmt. Piepser werden verbuddelt, ausgegraben und wieder versteckt, die Damen rennen und graben, bis alle dran waren. So vergeht auch der Nachmittag wie im Flug.

20161205 Art1Auch wenn wir übers Skifahren selbst diesmal nicht viel sagen können: der Ausflug auf die Zugspitze hat sich ausgezahlt. Die Lawinenkenntnisse sind aufgefrischt, und solange sich die Schneeverhältnisse nicht gravierend ändern, werden wir uns immer wieder mal die Zeit nehmen, um neben der Piste das Verhalten im Ernstfall zu üben. Kann ja auf keinen Fall schaden, wenn wir bereit sind beim ersten großen Dump. Oder ums mit den Ladies zu sagen: „Better safe than sorry.“

Der letzte Safe On Snow Termin für 2016 findet am 18. Dezember in Laax (SUI) statt. Dort gibt es noch freie Plätze!

www.safeonsnow.org

www.zugspitze.de

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