Traumhafte Rides
Fragt man “Skigebiets-Experten” nach dem Pitztal, bekommt man folgende Antworten: “Das Pitztal kenn’ ich, ist ein sehr gutes Skigebiet.” “Vielseitige und neue Liftanlagen, die einem sehr gute Möglichkeiten zum Skifahren erschließen.”, “Sehr gutes Gletscherskigebiet mit hoher Schneesicherheit.”, “Ein landschaftlich besonders reizvolles Skigebiet.”
Die Antworten zeichnen ein positives, aber einseitiges Bild des Gletscherskigebiets. Das Pitztal wird gleichgesetzt mit präparierten Pisten. Ein idealer Ort, um in die Wintersaison zu starten. Das mag auch damit zusammenhängen, dass der einheimische Doppelolympiasieger und fünffache WM Medaillengewinner Benni Raich hier sein Race-Center betreibt, um die zahlenden Nachwuchsskifahrer an die Spitze zu führen. Fernab von Kippstangen, Videoanalysen und Siegerpodesten, von Trainingsmonotonie, Schweiß und Frust gibt es aber auch noch ein anderes Pitztal zu entdecken. Das Pitztal der 1400-Meter-Powderruns, der fahrtechnisch sehr anspruchsvollen Rinnen in alpinem Gelände, der schier endlos breiten Bergflanken und des unverspurten Schnees in den zahlreichen Nordhängen. Davon hört man außerhalb des Pitztals reichlich wenig. Nicht etwa, weil man die Tiefschneequalität der Region als gut gehütetes Geheimnis bewahren möchte, sondern weil bisher schlichtweg nur ganz wenige Freerider das Potenzial des Gebiets erkannt haben. Und selbst wenn sich das in Zukunft auch außerhalb des Tals herumsprechen sollte – Platz ist genug da.
Die Steigfelle und Schneeschuhe kann man in der Regel im Kofferraum des Autos liegen lassen. Im südlich exponierten Gipfelhang des Mittagskogels wandelt sich der Neuschnee oft schnell genug um, sodass man die rund 200 Höhenmeter bis zum Gipfel auch mit geschulterten Ski oder dem Snowboard hochstapfen kann, ohne dabei hüfttief in Pulverschnee zu versinken. Ist das markante Gipfelkreuz erst einmal erreicht, eröffnet sich ein fantastischer Rundblick auf die Ötztaler Alpen. Eile ist jetzt nicht etwa deshalb angesagt, weil es auf dem Mittagskogel zu einem Gerangel um die erste Abfahrtsposition käme. Und auch nicht, weil die Sonne dem Pulverschnee in den nordwestlich ausgerichteten Hängen allzu sehr zusetzen könnte. Nein, die Gipfelrast wird nur deshalb möglichst kurz gehalten, damit man im Idealfall bis zu sechs Abfahrten am Tag schafft. Breit genug sind die Hänge, damit man eine Line nach der anderen in den Pulverschnee legen und sie abends allesamt noch auseinander halten und nummerieren kann. Dann jedenfalls, wenn man die rund 180 Höhenmeter in nordöstlicher Richtung abfährt und in der Falllinie den Muttler anvisiert. Meist komplett unverspurt sind die direkt vom Gipfel abfallenden Nordwest-Rinnen. Weil sie fahrtechnisch zu anspruchsvoll und von oben teilweise schlecht einsehbar sind, bleiben sie eher den Locals vorbehalten. Ein Rückzug auf halbem Weg ist meist keine Option. Nicht nur der Steilheit wegen, sondern weil Steigfelle und Schneeschuhe in der Regel ja im Kofferraum des Autos liegen geblieben sind.


Strecke:
Von der Bergstation Brunnenkogel den Mitterkamm rechts umfahren, dabei möglichst wenig Höhe verlieren. Oberhalb des Übungslifts Mittagskogel Ski oder Snowboard schultern und rund eine halbe Stunde in nordwestlicher Richtung zur Mittagskogelscharte hochtragen. Von der Scharte rund 450 Höhenmeter in nordwestlicher Richtung abfahren, danach zum Muttler queren. Vom Muttler in Falllinie bis zum Talboden abfahren. Bei Punkt 1784 über die Brücke den Taschachbach queren und kurz zur Taschachalm hochsteigen. Auf der Piste zur Talstation Gletscherexpress abfahren.
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Gebiet: |
Ötztaler Alpen |
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Skigebiet: |
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Höhendifferenz: |
Mittagskogelscharte Aufstieg 135 m Abfahrt 1650 m |
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Exposition: |
Mittagskogelscharte Aufstieg Südost Abfahrt Nord/Nordwest |
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Karten: |
Freeride Map Zillertal 1:25 000 www.freeride-map.com |
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Anreise per Auto: |
Von Osten Autobahn A12 via Innsbruck bis zur Ausfahrt Pitztal (kurz vor Imst). |
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Talort: |
Mandarfen (1640 m) Tourismusverband Pitztal A-6473 Wenns |
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Benutzte Bahnen: |
Talstation Pitz-Express (1740 m) Mit Pitz-Express Standseilbahn bis ins Gletschergebiet. Mit dem Bügellift bis zum Brunnenkogel (3262 m).. |
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Tageskarte: |
Erwachsene: 39.50 Euro |
Alpinschulen/Bergführer
Club Alpin Pitztal
Telefon +43 5413 85000
www.club-alpin-pitztal.at
Karten
Freeride Map Pitztal 1:25000, www.freeride-map.com.
Alpenvereinskarte 1:25000, Blatt 30/6, Ötztaler Alpen/Wildspitze.










