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Nachwuchs im Anmarsch


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Bike Republic 2.0

Text: Holger Meyer – Foto Christoph Bayer

„Natürlich schmeißt es mich auch manchmal“ … erzählt Lois. „Vor Kurzem bin ich mit Papa zum ersten Mal die Zahe Line gefahren, auf der sind zwei ganz schön steile Abfahrten. Da hab ich echt richtig Angst gehabt und am Schlimmsten war, dass mir meine große Schwester andauernd zeigen wollte, wie toll sie das kann. Sie gibt dann immer so an. Aber Papa hat sich dann in eine Kurve reingestellt und mir gezeigt, wo ich hinschauen soll. Dann bin ich durchgekommen und die nächste ging dann auch.“

 


„Auch den Sprung, den hab ich schon mal geschafft, und diesmal bin ich voll schräg geflogen, auf dem Holzbalken gelandet und zur Seite runtergefallen. Voll auf so einen Felsen und in die Brombeeren, das tat richtig weh am Ellenbogen. Ich hab geweint. Erst wollte ich nicht mehr fahren, aber nur, weil ich sauer war auf mich. Ich kann das nämlich. Aber wir haben dann kurz Pause gemacht, Mama hatte Gummibärchen und was zu trinken für mich. Mama hat auch kurz mit Papa geschimpft. Sie wollte nämlich nicht, dass ich da springe. Aber sie hat dann auch Gummibärchen gegessen und sich beruhigt und wir sind alle weitergefahren. Das nächste Mal schaff ich es! An Papa find ich super, dass er mich fast alles probieren lässt. Manchmal sagt er aber auch, dass jetzt Feierabend ist, obwohl ich gern noch länger fahren würde.“

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Der Kaiserschmarrn duftet süßlich nach karamellisiertem Zucker, frischem Apfelmus und guter Laune. Alle haben Hunger. Der Vormittag war anstrengend. Obwohl wir mit der Seilbahn hochgefahren sind und eigentlich nur bergab fahren. Jede Menge Trails für die bikende Familie gibt es hier. Die Eebme Line zum Beispiel. Ein Meisterwerk an Flow, viele Kurven einige Wellen und Holzbrücken und jede Menge Achterbahnfeeling. Genauso wie es die Kleinen und auch die Großen wollen. Und wenn man unten ist, fährt man einfach wieder mit einer der zwei Bergbahnen rauf. Zu Beginn bietet sich der Pumptrack am Gaislachkogel Parkplatz in Sölden an. Alle Elemente die auf den Trails warten kann man hier üben.

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Als bikende Eltern geht es darum, dem Nachwuchs möglichst schnell den Spaß des Bikens nahe zu bringen, und das hochfahren allmählich mit einfließen lassen. Ganz ehrlich, wer von Euch hatte als Kind Lust, zwei Stunden zu wandern oder gar zwei Stunden den Berg hochzufahren? So haben die Kleinen die Chance sich nach und nach in die Sportart einzuleben. Und das wichtigste ist, dass man gerade am Anfang nicht überdosiert. Auch das Equipment muss passen. In einem Gebiet wie Sölden oder in einem Bikepark brauche ich die Kids nicht mit einem Puky Stadtrad antreten lassen.

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Mit einem seligen Lächeln auf den Lippen und vollem Bauch verabschieden wir uns von der Gampe Thaya, unserer Lieblingseinkehr, von hier hat man einen Blick auf den Brunnkogel und die Gletscherriesen der Stubaier Alpen. Und man steigt direkt wieder ein in das Bike Geschehen. Jodelnd schießen wir auf der Skipiste hinunter bis zum Traileinstieg Nummer 14. Früher sehr technisch, haben die Ötztaler ihn nun in eine Art Flow Autobahn verwandelt. Toll für uns. Der 7- Jährige Lois lässts krachen, die 11-jährige Leni genießt, Karen und Holger (Alter von der Redaktion zensiert...) haben einfach nur Spaß.

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Der Trailbau und die Trailplanung in der Bike Republic Sölden wurden hier vor einiger Zeit vom Schweizer Unternehmen Allegra übernommen. Eigens für die Trailpflege wurde eine GmbH gegründet. Eine Umlage aus dem Liftticket Preis von 35 Euro finanziert die Arbeitskräfte hierfür. Der Trailbau ist komplett nachhaltig, man greift nur wenig in die Natur ein und die Trails sind am Ende leicht oder kaum zu warten. Ein durchdachtes und erfolgreiches Konzept welches in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. In der Zukunft werden dann drei große Aufstiegshilfen eine echte Bikeschaukel ermöglichen. Im Talkessel von Sölden angekommen, klatschen wir ab. Ein tolles Familien Wochenende geht zu Ende, aber wir kommen wieder. Versprochen!

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INFO BOX

BIKE REPUBLIC SÖLDEN.

Sölden im Ötztal ist eine der beliebtesten Rad-Destinationen der Alpen, und das sowohl für Rennradfahrer als auch Mountainbiker. Legendär sind mittlerweile schon die beiden Bike-Eventhighlights, der „Ötztaler Radmarathon“ und die „Singletrail Schnitzeljagd“. Mit der Eröffnung der Bike Republic Sölden hat die Destination ihren Status als Single- & Flow-Trail Paradies gefestigt. Im Ötztal kommen alle auf ihre Kosten: unzählige Strecken, surfige Flow-Lines, geshapte und natürliche Trails, ein Pumptrack – und das alles in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, sodass Anfänger und Experten gleichermaßen ihren Spaß haben. Über 30 Berghütten und Restaurants laden zur gepflegten Pause ein, klar gibt’s auch Bikewash, Camps, Shops, Guiding, …

Am 15. Juni startet die Bike Republic in die Saison, Gaislachkogelbahn, Giggijochbahn und Zentrum Shuttle werden in Betrieb gehen und die Biker mit Gerät transportieren. Die Tageskarte kostet für Erwachsene 34 Euro, wer allerdings eine Gravity Card sein Eigen nennt, kann sich auch im Tiroler Oberland auf fast 50 Kilometern Lines und Trails mit der Saisonkarte austoben.

ANREISE.

  • Von München mit dem Auto über die A95 nach Garmisch-Partenkirchen und auf der B2 weiter nach Seefeld in Tirol – auf der A12 / Inntalautobahn weiter Richtung Arlberg – Ausfahrt 123 Haiming/Ötztal – B186 bis nach Sölden
  • Von Zürich die A1 Richtung St. Gallen nehmen und weiter bis zum Grenzübergang Hohenems – A14 Richtung Arlberg und weiter auf S16 und A12 – Ausfahrt 123 Haiming/Ötztal – B186 bis nach Sölden
  • Vom Gardasee über E45/A22 Richtung Brenner – A13 nach Innsbruck – A12 Richtung Arlberg – Ausfahrt 123 Haiming/Ötztal – B186 bis nach Sölden; wer genug Zeit hat kann auch über die Timmelsjoch Hochalpenstraße nach Sölden fahren: in Bozen auf die SS38 Richtung Meran – SS44 in Richtung St. Leonhard in Passeier und aufs Timmelsjoch – B186 nach Sölden

ÜBERNACHTUNGEN.
Das Sporthotel Alpina (Rettenbachstr. 4, 6450 Sölden, +43 5254 50120) hat sich voll und ganz dem Bike verschrieben: Bikegarage und -waschplatz, Guiding, Bikecamps, Wäscheservice, Testbikes,… Im Mitglied der Mountain Bike Holidays kommt aber dank Sportlerverpflegung und 300 m² Wellnessbereich auch die Regeneration nicht zu kurz.

www.mountainbike-oetztal.at | www.bike-holidays.com

Alle Infos findest du bei Ötztal Tourismus:

www.oetztal.com/biken

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