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Cappuccino mit Aussicht


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Indian Summer in Flims/Laax

Fotos: Daniel Penn – Text: Günter Scholz


Flims/Laax – Snowboard Destination number one im Winter. Auch im Sommer ist hier für Erholungssuchende einiges geboten: Mit dem Sardona gibt es in der Region ein Unesco Weltkulturerbe, dann den Caumasee mit seinem smaragdgrünen Wasser und natürlich - was uns besonders interessiert: Biketrails! Runcatrail und Neverendtrail sind ja schon sehr bekannt, aber was uns unsere Ohren spitzen lässt, ist, was unser Guide Marco Cavalli meint, als wir ankommen: „Es gibt noch einige mehr zu sehen!“


Lang, lang ist es her, als ich das letzte Mal in Flims war. Der Ort ist mir noch genauso in Erinnerung geblieben, trotzdem hat sich einiges geändert. In Sachen Bike wurden etliche Trails gebaut, es gibt aber auch immer noch viele natürliche Wege, die für eine Tour genutzt werden können. Wir reisen an einem trüben Herbsttag an und hoffen noch auf ein paar coole Abfahrten auf dem Runcatrail. Es ist der goldene Herbst, man möchte meinen, hier ist das Wetter sehr beständig. Aber leider hat es sehr dichten Nebel und gerade mal 5 Grad, für Ende September eindeutig zu kalt. Der Wetterbericht spricht allerdings von Sonnenschein für den nächsten Tag – unsere Hoffnung lebt, dass wir nur einen Tag im Nebel am Bike verbringen werden…


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Der obere Teil des Runcatrails steckt im dichten Nebel, ab der Baumgrenze wird die Sicht besser. Der Runcatrail ist ein geshapter Trail mit Anliegern, vielen Sprüngen und Northshore-Passagen, mit viel Flow und super gepflegt. Bremsrippen oder Spurrillen sucht man (Obacht! Es ist Ende der Saison!) vergebens – ein Musterbeispiel an „Jedermann/frau-Trail“: Biker aller Könnensstufen werden hier ihren Spaß haben, es gibt bei sämtlichen Sprüngen eine Chickenline zum Umfahren – also durchaus auch für ungeübtere Fahrer machbar. Nur komplette Anfänger sollten sich eher nicht auf den Runcatrail begeben, bevor sie nicht einen Abstecher ins Fahrtechniktraining der Emprova Bikeschool gemacht haben. Dann wird der Runcatrail aber im Handumdrehen zum Vergnügen!

Bergab geht es die ganze Zeit flowig und abwechslungsreich dahin, leider haben wir zu wenig Sicht, dass wir die Fahrt richtig genießen könnten. Unten angekommen fahren wir trotzdem gleich wieder hoch, denn: es hat zwischenzeitlich aufgerissen und wir können schon einiges von der imposanten Bergwelt ringsherum sehen. Ha, jetzt kommt bei uns richtig Freude auf: bei halbwegs Sicht macht der Runcatrail doch gleich wesentlich mehr Spaß. Der Trail ist sehr abwechslungsreich, schnelle Passagen, Anliegerkombinationen und viele Sprünge in allen Varianten wechseln sich gekonnt ab. Die Shaper haben hier ganze Arbeit geleistet und einen flüssigen Trail mit viel Flow geschaffen. Insgesamt schlägt der Runcatrail mit sechs Kilometern Länge und 700 Höhenmetern bergab zu Buche. Augen auf aber bei den Öffnungszeiten: er ist nur von Juli bis Oktober ganztägig geöffnet, sonst nur am Wochenende.


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Am zweiten Tag geht es auf den Grauberg mit seinen 2.228 Metern Höhe. Es gibt verschiedene Möglichkeiten hier hochzukommen: Die Konditionstiere fahren über Alp Plaun und Nagens bis ganz nach oben. Wenn es nicht ganz so viel sein soll, nimmt man den Postbus, der einen für acht Franken bis fast hinauf zur Alp Nagens bringt. Das wäre dann Daniels und meine Wahl für heute. Von hier aus sind noch 200 Höhenmeter für uns hoch zu treten, bis wir den Wahnsinnsausblick auf die vielen 3000er und das Weltkulturerbe Sardona und den Segnesboden genießen können - eine einzigartige Bergwelt. Wir fahren zur Segneshütte ab und kehren auf einen Cappuccino ein, den wir im Freien zusammen mit dem Panorama genießen. Der Wetterbericht hat nicht zu viel versprochen, für den gestrigen Nebel werden wir heute mit einem traumhaften Herbsttag belohnt. Aber wir wollen ja noch viel sehen hier, also weiter in Richtung Alp Nagens. Kurz vor dem kleinen Stausee geht es dann rechts den Trail hoch zur Nagens Kante und nun abwechselnd trailig rauf und runter am Rücken entlang. Unser Weg mündet in den Kretatrail, der technisch und über viele Spitzkehren in die Baumregion zurückführt. Schnelle Passagen wechseln sich mit Waldboden und technischen Abschnitten ab, bis wir ins Green Valley fahren und von da über die Runcahöhe wieder zurück nach Flims. Wow! Wir sind beeindruckt: Marco hat zu Beginn unseres Aufenthalts wirklich nicht übertrieben, ein super Trail und auch wieder sehr lang.

Unten angekommen fahren wir zum Busbahnhof und warten auf den Bus Richtung Bargis. Ungefähr eine dreiviertel Stunde dauert die Fahrt ins Bargis Hochtal. Dort machen wir eine kleine Pause und lassen das Hochtal auf uns wirken. Von hier aus lassen sich einige kombinierte Touren – Bike & Hike heißt das Motto - hinauf zur Sardonagruppe unternehmen. Wir entscheiden uns jedoch für den Weg bergab, satteln unsere Bikes und lassen das Bargis Hochtal hinter uns.
Wir nehmen den Bargistrail, der rechts vom Parkplatz beginnt und einen teilweise ausgesetzten Weg unter einer senkrechten Wand hinunterführt. Von dort geht es weiter in den Scheia-Trail und Fidazerhof-Trail bis ganz hinunter nach Flims. Die 500 Höhenmeter bergab sind anspruchsvoll und landschaftlich reizvoll, wir werden ordentlich gefordert. Ein grandioser Tag neigt sich dem Ende zu – naja, noch nicht ganz, wir sind noch eingeladen, die Freestyle Academy zu besichtigen. Eigentlich sollten wir ja den Grundkurs mitmachen, aber nach dem Tag waren wir einfach schon zu platt.


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Also Freestyle Academy. Ob Trampolinspringen, Skatehalfpipe oder Jumps üben – ob mit Bike oder Skiern – hier kannst du es dir so richtig besorgen, wenn Airtime dein Ziel ist. Das mit den Skiern ist übrigens kein Witz: man kann sich Ski und Schuhe ausleihen, und dann über zwei verschiedene Rampen in ein riesiges Luftkissen springen. Zum Lernen von Tricks kann es wohl nicht viel besser gehen. Dasselbe gilt fürs Bike, die steile Rampe runter und ab in den Backflip oder den Superman, hier lernst du das Springen. Bei schlechtem Wetter ein super Ausgleich und auch eine willkommene Abwechslung – also nichts wie ab zum Sprungtraining!
Nach der Besichtigung sind wir zum Abendessen im Tegia Larnags eingeladen. Ein Gourmetgenuss mit lokalen Spezialitäten wartet auf uns. Wir schwelgen! Die köstlichen einheimischen Spezialitäten sind ein Gaumengenuss, unsere Empfehlung: unbedingt Cadauns (kleine Knödel in Mangold eingewickelt) mit Käse und Bündnerfleisch garniert bestellen!

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Am dritten und letzten Tag unserer Reise gehen wir es etwas gemütlicher an. Wir fahren bergauf durch den Flimser Grosswald auf einen Schuttkegel. Hier wurde eine Aussichtsplattform errichtet, von der aus man einen gigantischen Blick hinab in die Rheinschlucht hat. Ein weiterer schneller verwurzelter Trail bringt uns hinab zum Caumasee – wir nutzen die Gelegenheit, noch ein paar Postkartenbilder zu schießen. Leider ist das dann auch schon das Ende unseres Kurztripps nach

Flims / Laax. Schweren Herzens packen wir unsere Bikes ein und verabschieden uns. Es wird wohl aber kein Abschied für lange Zeit werden – zu abwechslungsreich hat sich die Gegend gezeigt, als dass wir nicht wiederkommen würden.


INFO BOX

ANREISE.

  • Vom München,Autobahn München – Lindau A96, weiter über Friedrichshafen nach Bregenz, dann auf der A13 nach Chur, dann auf der Kantonstrasse 19 nach Flims/Laax. Mit dem Zug nach Chur, von da aus mit dem Postbus nach Flims.

GEBIET.

  • 330 km Bikestrecken in der Region (Flims/Laax)
Neverend Trail 7km | Runca Trail 7,6km

www.flims.com (siehe BikeGuide)


UNTERKUNFT.

  • Signina Hotel, Via Murschetg 15, 7032 Laax
www.signinahotel.com | www.flims.com/unterkuenfte/hotels

  • Camping Flims, Via Prau le Selva 4, 7014 Films-Walhaus

SERVICE PIONTS.

  • Berghaus Bargis +41 (0)81 911 11 45 8
  • Gasthaus Crestasee +41 (0)81 911 11 27
  • Bergrestaurant Runcahöhe +41 (0)81 911 15 88 10
  • Segneshütte +41 (0)81 927 99 25 17
  • Gasthaus Rössli +41 (0)81 645 11 13

BIKESHOPS.


ESSEN.


EVENTS.

  • Trailtrophy 29. bis 31.7.2016
  • Circolino Biciletta 14. bis 16.10.2016
  • FREE Trailhunt 16.7./27.8./24.9.2016


Weitere Infos: www.flims.ch

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