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Nordkette Quartett


Nordkette Quartett 01

Unverhofft kommt oft!

Das VOWA-PORSCHE Nordkette Quartett ist nicht etwa ein gemütliches Kartenspiel mit der Nordkette als Austragungsort. Vielmehr handelt es sich um ein Staffelrennen von der Innsbrucker Hungerburg bis zum höchsten Punkt, dem Hafele Kar, und wieder hinunter, bei der es jeder einzelne Part ganz schön in sich hat.

Das ist vermutlich auch ein Grund, warum die Aufstellung des Teams an sich schon eine große Herausforderung darstellte, denn vier Mädels, die eigentlich alle individuelle Sportarten – mit unterschiedlichem Terminkalender – betreiben, unter eine Startnummer zu bringen war schon nicht so leicht. Da ist es oftmals besser, man plant nicht lange herum und ist einfach mal spontan, falls man an einem 5. April mit mäßig guter Wettervorhersage noch nichts vor hat. Unsere Teilnahme war jedenfalls an Spontanität schon einmal kaum zu übertreffen. Am Ende bestand das adidas outdoor Team aus zwei alten Hasen, die bergauf Top-Leistungen erbrachten und zwei jungen Wilden, die versuchten, bergab alles zu geben.

Nordkette Quartett 02

Die Mischung war gut: Verena Krenslehner übernahm den MTB uphill und übergab nach 800hm an Veronika Swidrak (seit 2007 im Nationalteam der Skibergsteiger), die im Ski uphill etwas vorlegte und nach 600hm am Hafele Kar per Funk an Tina Lang übergab, die ebenfalls auf Ski in die Abfahrt startete. Schlussendlich hatte Lisa Breckner 950hm MTB Downhill vor sich.

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Verena:
Wie für das gesamte Team ging es also auch für mich ziemlich spontan zum VOWA-PORSCHE Nordketten Quartett nach Innsbruck (als Tirolerin ja ein Heimspiel). Inzwischen habe ich meine Ski wieder gegen das Bike eingetauscht, aber jung ist die Saison dennoch: mit noch wenigen Radkilometern in den Beinen hieß es mit Vollgas beim MTB uphill ca. 800hm zu bezwingen. Als Erste unseres 4er Mädels-Teams ging ich also ins Rennen und es ist schon ein bisschen anders, wenn es heißt "alle für eine und eine für alle". Vielleicht gibt man dann sogar noch etwas mehr Gas als sonst, will man doch einen guten Grundstein für's Team legen. Das gelang mir ziemlich gut und ich konnte mit der schnellsten Damenzeit einen ordentlichen Vorsprung raus fahren, obwohl die über 40 Minuten "am Anschlag" schon ganz schön weh taten. Während der Fahrt ins Tal und auch im Ziel zitterte ich dann noch ziemlich arg und fieberte voll mit, ob auch bei meinen Kolleginnen alles gut gegangen ist, denn die waren ja gerade noch unterwegs und ich wusste nicht, wie das aktuelle Ranking war. Aber später stellt sich heraus, mein Zittern war unbegründet: die anderen drei Mädels beherrschten ihre Disziplinen ebenfalls wie aus dem "ff".

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Veronika:
Dieses Rennen war mal was komplett anderes. Vermutlich auch weil wir wetterbedingt die Ski mehr am "Buckel" hatten, als an den Füßen, aber trotzdem hat's; Spaß gemacht. Dass wir die Ski auch tragen müssen sind wir als Skibergsteiger zwar schon gewöhnt, aber dass dies gleich vom Start weg durchs Gebüsch geht, war neu. Und das macht sich auch in der Muskulatur bemerkbar: als ich dann die Ski anschnallte, hatte ich doch einige Probleme, da die Füße vom Laufen her schon ziemlich müde waren. Aber irgendwann ist man ja dann oben: am Ziel angekommen, machte sich ein tolles Gefühl breit. Die Freude war groß, als im Tal gute Neuigkeiten auf mich und das Team warteten.

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Tina:
Schon in den letzten Wochen beobachteten Lisa und ich mit Sorge das immer kleiner werdende Schneefeld auf der Nordkette. Das führte auch zu der drastischen Streckenkürzung für Ski down. Und anstatt 600hm hatte der Kurs nur noch 100hm. Eigentlich fuhren wir nur über die Skipiste vom einen Teil des Skigebiets zum anderen Teil. Ein kurzer Auftritt also und ich tauschte das motivierte Training gegen gemütliches Kaffeetrinken und beobachtete von gemütlicher Position, ob Lisa auch fleißig im Downhillkurs trainiert. Da sich in meinem Ski-Repertoire nur breitere Freerider befinden, steht die Wahl schnell fest, nämlich auf den schmalsten dieser Skier, da die Rennstrecke eine gewalzte Piste ist. Die Strecke der Ski-Uphiller verläuft vorbei an unserem Start, weshalb ich feststellen kann, dass meine Team-Kolleginnen Verena und Veronika gut vorgelegt haben. Ich feure noch schnell Veronika an und mache mich startklar. Als dann meine Startnummer aufgerufen wird, ist es an der Zeit: ein kurzer Sprint, die Ski anschnallen und los! Die Strecke weist ganze zwei Kurven auf und verläuft über die Landung eines Kickers, welchen man leicht vorspringen oder drücken sollte. Nach nur 47 Fahrsekunden erreiche ich dann die Wechselzone und übergebe nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten an Lisa, der nun der Nordketten
Downhill bevorsteht.

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Lisa:
"Nummer 99 in Vorbereitung!" hieß es plötzlich. "Ups, das sind ja wir...oh man waren meine Kolleginnen schnell!" dachte ich, als ich mich in die Wechselzone drängelte. Einige Männer wunderten sich, was eine Frau hier schon zu suchen hatte, denn viele Teams waren noch nicht in den Downhill gestartet. Da war Tina schon in Sichtweite. Wir fanden uns, klatschten ab und ich wusste: jetzt gilt's! Wir führen aktuell in der Damen-Wertung und jetzt liegt's an mir, den Run auf Europas schwersten Singletrail nach unten zu bringen. Dann hoffen wir mal, dass sich die wenigen Tage Vorbereitung, die man Anfang April hat auch gelohnt haben, denn der Trail hat's in sich! Ich sprintete zu meinem Rad, los ging es über ein Schneefeld zum ersten Trailabschnitt. Anfangs noch extrem nervös, wurde ich von Meter zu Meter sicherer und konnte auch die berüchtigte Mischwald Sektion zügig durchfahren. Der Trail ist einfach verdammt anspruchsvoll, da man keinen Meter zum Pausieren hat. Das merkt man spätestens nach einer Sekunde Unaufmerksamkeit, denn schon passiert's: Nach einer Schlüsselstelle bin ich etwas schneller als erwartet und plötzlich wird mir der schmale Trail zum Verhängnis. 'Verdammt-tückisches-mist-Ding!' Ich springe noch rechtzeitig ab, aber mein Rad kugelt den Steilen Berg hinab. Ein Glück, dass außer einem krummen Lenker, den man "schnell" richten konnte keine technischen Schäden auftraten und ich meinen Run so schnell wie möglich fortsetzen kann. Die letzten Fahrsekunden genoss ich besonders, denn ich wusste: Fast unten, hier passiert nicht's mehr, gleich im Ziel!

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Dort wurde unser Team von vielen Zuschauern und einem riesigen Applaus empfangen, aber eine schrie besonders laut und hüpfte hinter der Absperrung auf und ab! Verena hatte mit größter Anspannung im Ziel abgewartet, ob ihre Vorarbeit ausgereicht hatte und auch bergab alles gut ging!

Gereicht hatte es und wir konnten die Vorjahressiegerinnen auf den zweiten Platz verdrängen. Als auch Tina und Veronika unten im Zielbereich ankamen freuten wir uns riesig über die hervorragende Leistung unseres Teams und natürlich besonders über unseren Sieg. So kommt es also, wenn man auf die Frage: "Hast du übernächstes Wochenende schon was vor?" mit "nein" antwortet. Bei der Siegerehrung knallten noch einmal ordentlich die Sektkorken und ein schöner Tag, eine gelungene Veranstaltung und ein super Event gingen zu Ende.

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Für das nächste Jahr werden wir uns jetzt jedenfalls den Termin für das VOWA-PORSCHE Nordketten Quartett 2015 schon einmal vormerken.

Fotos: Felix Schüller & Johannes Mair

Infobox:

Nordkette:
Die Nordkette zählt zu den schönsten Bergkulissen der Alpen. Ob Skifahren, Biken oder Wandern, die 2.000 Höhenmeter der Südflanke bieten dem Sportbegeisterten das ganze Jahr über die Möglichkeit sich auszutoben. Durch die Nähe zur Olympiastadt Innsbruck ist sie auch ein idealer Austragungsort für Sportveranstaltungen und für die Heimat des Nordkette Singletrails.

Liftanlagen:
Innsbrucker Nordkettenbahnen
Kongress Innsbruck bis zum Hafelekar

Saison:
Sommersaison Bahn: 01.05.2014 - 02.11.2014
Saison Nordkette Singletrail: 16. Mai bis 31.Oktober

Tickets:

Alle Sommertarife der Bahn unter: www.nordkette.com
Tarife für den Nordkette Singletrail unter: www.nordkette-singletrail.at

Events 2014
30. August 2014
spark7 Nordkette Downhill.PRO
www.nordkette-downhill.com
www.facebook.com/NordketteDownhill

Anreise:
Nimm die Autobahnaufahrt Innsbruck Ost oder Innsbruck West und fahre Richtung Innsbruck Zentrum – Congress
Innsbruck, Rennweg 3.
Die unterirdische Station Congress befindet sich unmittelbar am östlichen Ende des Congress Innsbruck, gegenüber des
Hofgarten. Vom "Goldenen Dachl" ist die Station Congress in 5 Minuten zu Fuß erreichbar.

Routenplaner unter: www.map24.at
Weitere Fahrplaninformationen unter: www.ivb.at

Innsbrucker Nordkettenbahnen:
www.nordkette.com

Website & Facebook:
www.nordkette.com
www.nordkette-singletrail.at
www.facebook.com/pages/Nordkette-Singletrail/101052439935209

www.warth-schroecken.com/de
www.facebook.com/warth.schroecken

Siegerteam Damen:

Verena Krenslehner aus Vils, österreichische Meisterin im Marathon 2012, Vizemeisterin 2013

Veronika Swidrak aus Reith i A, Mitglied des österreichischen Nationalteams der Skibergsteiger seit 2007, seither Teilnahme an zahlreichen Weltcuprennen

Tina Lang lebt und studiert in Innsbruck. Als ehemalige alpine Skirennläuferin liebt sie die Geschwindigkeit, egal ob auf Ski oder dem MTB.

Lisa Breckner lebt und studiert in Innsbruck. Seit 2012 ist sie Mitglied im Scott Contessa Team, führt MTB-Touren speziell für Frauen und startet ab und an bei Enduro- und Downhill Rennen.

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