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Homespot Warth|Schröcken


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Martin McFly Winkler

Schröcken und Warth, beides Walsergemeinden sind durch den Hochtannberg verbunden und umrahmt vom hinteren Bregenzer Wald und dem Arlberg. Normalerweise interessiere ich mich nur begrenzt dafür, warum ein Ort wo gelegen ist, aber in diesem Fall weiß ich, dass die Lage vom Skigebiet Warth-Schröcken ganz entscheidend für mein Leben war und noch immer ist.

Ich bin ganz einfach mit sehr viel Schnee aufgewachsen. Die klassische Nordstaulage hat uns Winter für Winter mit jeder Menge Powder versorgt. Das Geländefahren, heute trendig Freeriden genannt, war mir somit eigentlich schon in die Wiege gelegt. Was wir damals als selbstverständlich hingenommen haben ist heute von verschiedenen Seiten recherchiert und bestätigt worden: Warth-Schröcken ist das schneereichste Skigebiet der Alpen! Das hat vor einigen Jahren ein Journalist der englischen Tageszeitung "Daily Mail" bei einem Vergleich herausgefunden. Eine Zahl hat er gleich mitgeliefert: In den letzten 25 Jahren fielen in Warth-Schröcken, genauer gesagt an der Messstelle am Körbersee, durchschnittlich elf Meter Schnee pro Saison. Unfassbar eigentlich. Aber der viele Schnee und das Skifahren gehören bei uns einfach zum Alltag und jeder hat irgendwie damit zu tun.

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Meiner Meinung nach ist das Skigebiet Warth-Schröcken ideal für Freerider, die gerne Powder fahren und schön abwechslungsreiche Geländefeatures mögen. Für mich ist es einfach mein Homespot, an den ich immer wieder gerne zurück komme, obwohl ich als Freeride-Pro bei meinen Filmprojekten und in den letzten Jahren unter anderem auch als Judge bei der Freeride World Tour in der ganzen Welt unterwegs bin. Der Ort hat eine sympathische und teilweise etwas verrückte Begeisterung für das Skifahren. Und das bekommt jeder Skibegeisterte sofort mit, wenn er die Locals trifft und kennenlernt. Ich kann empfehlen, am ersten Abend bei Jürgen im Holzschopf vorbeizuschauen, die Spare Rips zu probieren und an der Bar übers die aktuellen Bedingungen oder besten Runs zu reden. Ist schon eine Weile her, dass ich hier meine ersten Gigs gespielt und anschliessend spontane Touren-Pläne für den nächsten Tag geschmiedet habe. Bis heute ist der Holzschopf für mich ein Pflichtstopp, wenn ich daheim bin, um Freunde und Familie zu besuchen und natürlich meine Lieblingsruns mal wieder zu fahren.

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Das Skigebiet Warth-Schröcken liegt zwischen 1.500 und 2.050 Metern Höhe. Das sind zwar auf den ersten Blick nur recht kurze Runs, dafür bieten sie den Vorteil, dass man direkt von der Bergstation ohne Hiken starten kann. Ich mag vor allem die vielen Lines zwischen der Jägeralpbahn und dem Saloberjet. Dieser nordseitige und recht windgeschützte Bereich hat meistens den besten Schnee und man findet auch Tage nach dem letzten Schneefall noch versteckte Lines. Außerdem mag ich das verspielte Gelände mit vielen Kuppen, kleinen Rinnen und verschiedenen Cliffs, die man dropen kann. Bei den Lines unter der Jägeralpbahn hat man zum Beispiel auch den großen Vorteil, dass man seine Line vom Lift aus schon genau inspizieren kann und dann schon weiß, was einen erwartet oder wo man aufpassen muss. Gute Erinnerungen habe ich auch an das Auenfeld, wo ich mit meinem Freeride-Buddy Alois Bickel aus Warth schon das eine oder andere Fotoshooting gemacht habe. Wenn die Bedingungen passen, starte ich den Tag gerne dort. Im Auenfeld ist schon morgens die Sonne auf den Hängen und bei einem kurzen Hike Richtung Auenfelder Horn kommt man auf Betriebstemperatur. Wenn man vom Saloberkopf Richtung Süden bis knapp unter die Felsen aufsteigt, kann man anschließend weiter queren und eröffnet dann zahlreiche Varianten vorbei an teilweise bizarren Felsformationen durch die Mulde bis ins Auenfeld. Je weiter man quert, desto interessanter und abgeschiedener wird die Landschaft.

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Der Winter 2013/14 ist für Warth-Schröcken und für mich persönlich etwas ganz besonderes: Durch den neuen Auenfeldjet sind ab diesem Winter die Nachbargebiete Warth-Schröcken und Lech-Zürs miteinander verbunden. Damit wachsen für mich meine beiden Heimatreviere zusammen. Ich bin skifahrerisch in Warth-Schröcken aufgewachsen, habe aber später über Jahre am Arlberg als Skiführer und Freeride-Profi gearbeitet und trainiert. Jetzt ist es noch einfacher, die grandiosen Freeride-Möglichkeiten der Gebiete zu kombinieren und zwischen den Gebieten zu pendeln. Mein absoluter Favorit in dieser Hinsicht ist die Klemm. Eine Freeridetour, die im Gebiet von Lech am Mohnenfluhsattel startet und im Dorfzentrum von Schröcken endet. Das Beste: Ein extrem kurzer Hike wird mit einer langen und spektakulären Abfahrt belohnt. Ich würde sogar sagen, das ist die landschaftlich schönste Freeride-Tour im gesamten Arlberggebiet und ein Erlebnis, das jeder Freerider einmal gemacht haben sollte. Besonders praktisch für mich: Der Run endet quasi direkt vor meiner Haustüre in Schröcken und war über viele Jahre ganz einfach mein Heimweg. Die Tour ist allerdings trotz ihrer landschaftlichen Reize sehr anspruchsvoll und gespickt mit potentiellen hochalpiner Gefahren. Deshalb kann ich diese Tour nur mit einem lokalen Skiführer empfehlen. Glücklicherweise hat sich in Warth-Schröcken in den letzten Jahren viel für Freerider getan. Wer sich unsicher ist und einen professionellen Guide sucht, sollte bei meinem Kumpel Christian Fritz in der Skischule Warth oder bei Jürgen Strolz von den Tannberg Guides vorbeischauen. Sie kennen die Klemm wahrscheinlich fast noch besser als ich und bieten mit ihren Guides jede Menge geführte Freeride, Safety und Hike&Ride Kurse an. In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Winter oder wir sehen uns im Powder von Warth-Schröcken.

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See you, Euer McFly

Infobox:

Gebiet:
Die beiden Orte Warth und Schröcken liegen auf einer Seehöhe von 1.500 bzw. 1.260 Metern in Vorarlberg in Österreich, eingebettet zwischen Arlberg, Lechtal und Bregenzerwald.

Liftanlagen
Warth-Schröcken: 14

Pistenkilometer Warth-Schröcken: 66

Neu seit Dezember 2013:
Skigebietsverbindung nach Lech Zürs durch den Auenfeldjet schafft eine Anbindung an den gesamten Arlberg.

Liftanlagen
Skigebiet Warth-Schröcken und Lech Zürs: 94

Pistenkilometer
Skigebiet Warth-Schröcken und Lech Zürs: 340

Saison:
Dezember 2013 bis April 2014

Tickets:
1 Tag Warth-Schröcken:
Erwachsene 43,50 Euro
Jugendliche 38,00 Euro

1 Tag Ski-Arlberg (Warth-Schröcken, Lech, Oberlech, Zürs, St. Christoph, Stuben, St. Anton, Klösterle/Sonnenkopf):
Erwachsene 48,00 Euro
Jugendliche 43,50 EuroEvents 2014:

Events:

Die ganze Saison über: Teenage Freeride Days (Fr.-So. ab 10.00 Uhr)

  • 22. März 2014 Freudensprung – Ski- und Snowboard Freestyle Contest
  • 29. März 2014 Tannberglauf – Das Skitourenrennen
  • 05. April 2014 Snow-X-Cross Tour und Waterslide Contest

Website & Facebook:
www.warth-schroecken.com/de
www.facebook.com/warth.schroecken

Speziell für Freerider:
Hike & Ride Kurse der Skischulen Warth und Schröcken, Pieps-LVS Trainingsfeld, Pfarrer Müller Freeride Tour, Arlberg Freeride Safari, Freeride Crash Kurs, Freeride Safety Check, SAAC Safety-Camps.

Anreise mit dem Auto:
von München: A95 - Oberau - Ettal - Linderhof - Grenze Ammerwald - Plansee - Reutte - Lechtal - Warth-Schröcken,
von Stuttgart: A8/A7 bis Oy - Oberjoch - Tannheim - Weißenbach - Warth-Schröcken, von Basel/Zürich über den Achraintunnel-Alberschwende: A14 - Ausfahrt Dornbirn Nord - Richtung Bregenzerwald - Achraintunnel - Alberschwende - Egg - Bezau - Warth-Schröcken,

Skibus:
Der Skibus in Warth-Schröcken ist in der Nulltarifzone zwischen Schröcken-Unterboden und Warth-Lechleiten kostenlos benutzbar. Mit einem gültigen 3-Tälerpass ist der Skibus auch bis/ab Reutte kostenlos benutzbar

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