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Pitztal - Drei Erlebnisse im letzten Winter.


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„Im Pitztal, ja da war ich schon seit Jahren nicht mehr“. Diese Reaktionen bekommt man leider sehr oft, wenn man vom Pitztal erzählt. Da gewesen ist jeder schon irgendwann einmal, aber meistens noch in den Zeiten von Völkl Renntiger und Elho Skianzügen. Seit dem hat sich einiges verändert. Und das Pitztal hat sich zu einem unserem Lieblings-Playgrounds entwickelt. Drei Erlebnisse im letzten Winter sind uns besonders in Erinnerung geblieben.

1. Akt – Übernachten im Schnee

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Bin ich noch wach, schon wach oder schon wieder wach? Schnee rieselt mir ins Gesicht, draußen tobt ein Sturm. Soll ich auf´s Handy schauen oder einfach versuchen wieder zu schlafen? Roman liegt neben mir und schnarcht leicht. Der Schlafsack ist zwar warm, aber die Innenschuhe meiner Skiboots im Schlafsack, machen die ganze Partie doch sehr eng. Es ist irgendwas zwischen 2 und 5 Uhr Nachts. Ich liege in einem Expeditionschlafsack in einem Zwei-Mann-Zelt im „Outkom Basecamp“ auf dem Pitztaler Gletscher. Ich denke kurz an die Diskussion mit einem der Bergführer am Vorabend. „Trink ja ned so viel Bier, sonst muscht in der Nacht raus. Oder trink weiter und nim da a Pinklflasche mit in den Schlafsack!“ Da die Ansagen eines Bergführers im Gebirge ja immer zu befolgen sind, haben wir unsere Flüssigkeitsaufnahme im Anschluss an seine Tipps auf das nötigste Beschränkt: guten Tiroler Obstbrand. Und der hilft, ich döse wieder ein…

Als ich am nächsten Morgen um 6 Uhr den Reißverschluss aufzieh empfängt mich richtig graußiges Winterwetter. Im Vorraum des Zeltes ziehe ich in gebückter Haltung die Skiklamotten an und mache mich anschließend auf den Weg ins „Versorgungszelt“. Zum Glück ist unser Basecamp die 5 Sterne Luxusversion und wird von dem ein paar hundert Metern entfernten Gletscherrestaurant versorgt. Es gibt heißen Kaffee, Semmeln und Gebäck aus der höchsten Bäckerei Österreichs. Um 7 Uhr ist Abmarsch auf den Wildkogel. Die Sicht läßt zu wünschen übrig, die Höhe und der Tiroler Schnaps machen den Aufstieg zusätzlich hart. Nach zähen 50min und eine Routenänderung , haben wir die Scharte erreicht. Ein kleiner Drop, eine kurzes schmales Stück und dann öffnet sich der Hang. Es ist die Nordflanke des Mittagskogel, 1500 Höhenmeter bestes Gelände. Natürlich sind wir die Ersten und iehen unsere Lines in den Hang. Unten kommen wir direkt am Ziehweg zur Talstation der Riffelseebahn heraus – unser nächstes Ziel. Wegen der schlechten Sicht entscheiden wir uns für einen Treerun direkt unter der Gondelbahn und als die Sicht etwas besser wird, trauen wir uns noch in die südseitigen Hänge unterhalb des Grubengart. Jeder will fahren, wahrscheinlich weil heute Nacht jeder von uns. Ein richtig guter, anstregender Skitag ist doch immer noch das beste Schlafmittel.

2. Akt – Freeride im Pitztal

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Nach der ISPO in München nutzten Eric Hjorleifson und Cody Barnhill die perfekten Schneebediengungen in den Alpen und legten einen einwöchigen Stopp im Pitztal ein. Ziel war es, das Gebiet näher kennenzulernen und Filmaufnahmen für 4FRNT zu produzieren. Die beiden waren über die Möglich keiten, die man im Pitztal findet, überwälltigt. Mit Fabian Lentsch als Local, hatten sie das Rundumsorg - lospaket gebucht. Fabian ist aus dem Pitztal und so kennt er sich hier wie in seine Westentasche aus. Nach ein paar Warm up Runs am Rifflsee ging es auf den Gletscher, die Klassiker um den Mittagskogel herum. In den folgenden Tagen wurden so einige Lines, die es im Pitztal gibt abgefahren und gefilmt. Am Ende dieses Tripps stand fest, dass die Möglichkeiten, die das Tal bietet, dass bei weitem nicht erschöpft sind. Für Eric und Cody stand fest das die erst der Anfang waren, nur mal an der Oberfläche des Machbaren gekratzt. 2013 werden sie auf alle Fälle wieder ins Pitztal reisen und da weiter machen, wo sie vergangenen Winter aufgehört haben.

3. Akt – Das Pitztal Wildface

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Schon zum dritten Mal ging im März diesen Jahres das Pitztal Wildface über die Bühne. Noch mehr Anmeldungen, noch mehr Zuschauer, noch mehr Spannung und noch mehr Sonne. Das Pitztal Wild Face 2012 hat sich in kürzester Zeit als eines der angesagtesten Freeride-Events der Alpen etabliert.

Mit über 120 Anmeldungen in diesem Jahr war das Interesse an dieser Freeride Veranstaltung am Pitztaler Gletscher größer denn je. Im Vorfeld des Rennens fand wie bereits im letzten Jahr eine Qualifikation im Variantenbereich des Skigebietes Rifflsee statt. Von den Teilnehmern konnten sich die 60 Besten für den Start am nächsten Tag vom Mittagskogel qualifizieren. Nach dem anstrengenden Aufstieg zum Gipfelkreuz des 3.173 m hohen Mittagskogel ging’s für die unerschrockenen Freerider im Einzelstart ganze 1.510 Höhenmeter über steiles und teils felsiges Gelände – gut einsehbar für die zahlreich anwesenden Zuschauer – bis zum Ziel direkt in Mandarfen hinunter. Leider waren die Schneebedingungen sehr bescheiden, was die Veranstalter zwang, den Start um 100m nach unten zu legen. Der harte, windgepresste Schnee verlangte den Teilnehmern alles und weil es nach der Devise ging „am besten einfach laufen lassen“ war auch eine neue Rekordzeit zu verbuchen: Der Pitztaler Fabian Lentsch entschied das Rennen denkbar knapp mit einer Bestzeit von 6 Minuten und 6 Sekunden bei den Herren (Kategorie Ski) lediglich 2 Sekunden vor dem Letzjahressieger Frederik Eiter für sich. Bei den Damen bewies die Lecherin Angelika Kaufmann (Kategorie Ski) starke Nerven und verwies die übrigen Ladies mit einer Zeit von 7 Minuten und 50 Sekunden auf die hinteren Plätze. Die Kategorie Snowboard konnte bei den Damen die Innsbruckerin Liz Kristoferitsch für sich entscheiden. Bei den Herren siegte ebenfalls in einer sensationellen Zeit Matthias Jorda mit einer Zeit von 8 Minuten und 31 Sekunden. Das Pitztal Wildface 2013 findet am 02.03.2013 statt.

Infos findet ihr auf www.pitztal-wildface.com

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ANREISE:
Aus Deutschland am besten über den Fernpaß. Die B171 führt über Imst direkt in Pitztal.

Übernachtung:
Am besten in Mandrafen. Von dort kann man direkt mit dem Lift in Skigebiet Rifflsee fahren und der Bus bringt einen in 3min zur Talstation der Gletscherbahn.

Essen & Party:
Das Steak im Hexenkessel ist eine Sensation. Die Party dort berüchtigt! Und natürlich das neue Kaffee auf 3440 Metern.

SKIGEBIET:
Hochzeiger www.hochzeiger.com
Rifflsee & Pitztaler Gletscher www.pitztaler-gletscher.at
Unterkunft: www.pitztal.com




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