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MTB PIONIER - TAREK RASOULI


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Mit Leib & Seele Biker

Tarek ist eine Legende! Was er mit seinen knapp 40 Lenzen geschaffen hat, sucht seines gleichen. Im Alter von 8 Jahren began seine „Bike-Karriere“. Er fuhr seine ersten BMX Rennen und wurde hier sehr schnell sehr erfolgreich. Er wurde Deutscher Meister und gewann den Württemberg Cup, nahm an Weltmeisterschaften teil und wurde 1994 BMX Profi.

Das Leben als BMXler war schon in den 90ern sehr aufwendig: Training, Ernährungsplan und viele Wettkämpfe. Leider war und ist der BMX Sport in Deutschland nicht so populär, wie zu der Zeit in den USA. Auch von einer Olympia Teilnahme konnten die Fahrer damals nur träumen. Wäre es damals anders gewesen, hätte Tarek vielleicht noch weitergemacht, da er das BMXen liebte. Er fuhr damals für die Marke GT, der deutsche Importeur Sport Import gab die Marke ab und löst so das Rennteam 1999 auf.

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So stand Tarek auf der Straße. Nicht ganz, denn er hatte schon einige Ausrüsterverträge und das eine oder andere Fotoshooting, wo er sich etwas Geld verdiente. Was sollte er nun tun? „Mountainbiken wäre ja auch nicht schlecht“, dachte er sich. „Und Rocky Mountain, das würde zu mir passen.“ Ein Frorider von Rocky Mountain zu werden, wie Dave Simonds, Brain Tippie, Ritchie Schley das wäre doch was. Er rief also den Importeur von Rocky Mountain in Deutschland an, der ihm aber eine Absage erteilte – ein deutscher Fahrer sei uninteressant. Tarek gab aber nicht auf, er hatte einen Plan. Im Jahr 2000 ging Tarek am Bike Festival in Riva mit einem GT Bike mit Nicolaiaufkleber an den Start des 4Cross und kam auf’s Podest. Nach der Veranstaltung ging Tarek mit der dicken Pressemappe in der Hand (voll mit Titelbildern von Magazinen und einen Red Bull Vertrag) noch mal zu Rocky Mountain. Er wollte den Chef doch noch davon überzeugen, ihn als Frorider zu engagieren. Dirk ließ sich schließlich überzeugen und so war Tarek nun auch mit im berühmten Rocky Mountain Team. Allerdings war es zuerst ein reines Materialsponsoring mit Spesenerstattung. Gut, er hat ein paar Sponsorverträge und da kam er über die Runden. 2000 ging es gleich zwei Mal zu Shootings nach Kanada mit dem Ergebnis, dass Tarek bald „Euro- Frorider“ von Rocky Mountain genannt wurde. War er – jetzt schon mit richtigem Vertrag - im Video „Krank4“ zu sehen. Das gab seiner Karriere einen richtigen Schub. Es waren die Anfänge des Freeridens, die auch er mit seinen radikalen Sprüngen und Stunts geprägt hatte. Leider kam es dann im Juli 2002 zum tragischen Unfall: Bei Filmaufnahmen in Whistler, wo er bei einem 17 Meter Sprung zu weit gesprungen ist und aus 6 Meter Höhe runter viel und sich dabei einen Lendenwirbel zerschmetterte. Tarek musste sich zweimal operieren lassen und war von da an querschnittsgelähmt. Das war für die gesamte Bikewelt ein großer Schock.

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Tarek ließ sich von seinem Schicksal aber nicht unterkriegen und kam nach seiner Reha in die Scene zurück. Zuerst schrieb er im Magazin Bike die Kolumne Dirt, aus der später die Freeride entstand. Er traf seinen kanadischen Freund „Core“ wieder. Core war mit der Schwester des Bürgermeisters von Meersburg verheiratet und er sagte zu Tarek, hier gäbe es eine coole Location für einen Urban Ride Event. So gingen die Beiden das Projekt „Ride to the Lake“ an. Dies war das erste Event dieser Art in Deutschland. Core baute die Strecke und Tarek machte die Vermarktung und sorgte dafür, dass die richtigen Athleten am Start waren. Tarek konnte große Sponsoren als Partner gewinnen und so wurde es ein richtig fettes Event. Natürlich war es nicht einfach, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen, es wäre auch fast noch zum Scheitern gekommen, da sich Core mit dem Bürgermeister überworfen hatte. Es ging um tausend kleine Sachen, wer die Rampen baut und natürlich um die große Sache Budget! Dann begann der Event und es hatte Tage nur geregnet und es gab keine Monitore für die Judges. Tarek und Core hatten zwar eine Filmproduktionsgesellschaft, die das Ganze filmte, aber es war nicht das nötige Geld vorhanden, um eine Liveübertragung für die Judges zu realisieren. Die 12 Judges wurden also über die Strecke verteilt und gaben ihre Kommentare und Bewertungen über Funk durch. „Das Ganze war sehr abenteuerlich, aber es klappte ganz gut und trotz des Regens kam der Event sehr gut an“. So gut, das Red Bull sagte dann, sie möchten das Ganze übernehmen und Tarek und seine Leute sollten die sportliche Organisation weiterhin durchführen.

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Tarek hatte daraufhin wahnsinnig viele Anfragen für so eine Art von Events, aus Portugal, Frankreich und vielen großen europäischen Städten. Tarek wusste nicht, wie er dies alles bewerkstelligen sollte, die professionelle Aufbereitung der Unterlagen, Verhandlungen mit großen PR Agenturen, das war sehr aufwendig und schwierig. So gründete er im Jahre 2005 die Rasoulotionen GbR. Eventmanagment, PR und Athletenmanagment waren die Hauptsäulen der Unternehmung. Nun hatte er eine Teilhaberin, die auch den kaufmännischen Background hatte. Es wurde ein Businessplan gemacht und die ganze Sache auf solide Beine gestellt. Nach den ersten beiden District Rides 2006 tauchte Nissan in der Szene auf und wollte richtig Gas geben: Sie wollten eine ganze Serie mit 7 Events veranstalten. Dies war natürlich ein riesen Aufwand und Tarek saß drei bis vier Tage die Woche im Flugzeug und flog von einer Agentur zur anderen. „Es war eine sehr stressige Zeit, aber im nach hinein betrachtet, auch eine sehr Erfolgreiche“. Es gab insgesamt € 200.000 Preisgeld, die Fahrer wohnten im 4Sterne Hotels und bekamen die Anreisen bezahlt, die Events waren riesig und Rasolution mitten drin. Der nächste Schritt war eine Weltrangliste auf die Füße zu stellen und so wurde der FMBA (Freeride Mountain Bike Association) gegründet, die maßgeblich von Tarek ins Leben gerufen wurde und wo er auch noch heute im Vorstand mit tätig ist. Mittlerweile wird über den FMBA nicht nur eine Weltrangliste erstellt, sondern auch eine ganze Serie ausgeschrieben. Das Leben von Tarek hat sich grundlegend geändert, er fährt heute sehr gerne Handbike „Natürlich nur, wenn es die Zeit erlaubt“. Beim Wings for Life Event ließ er es sich nicht nehmen, an den Start zu gehen. Er lebt nach wie vor für den Sport und setzt sein ganzes Herzblut in seine Passion. Fahrer wir Dany McAskill, Max Frederiksson, Thomas Genon uva. werden von Tarek und seiner Firma gemanagt. Der Sport und insbesondere das Freeriden hat Tarek sehr viel zu verdanken und wir hoffen, dass er auch in Zukunft mit vielen tollen Ideen unseren Sport bereichern kann. Wir wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Gute.




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