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Roadtrip Rumänien


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Spezielle Ideen verlangen nach Umsetzung! So kam es, dass der Berchtesgadener Fotograf Klaus Listl sich zwei seiner besten Freunde schnappte, um sein Konzept "Skifahren in Siebenbürgen" in die Tat umzusetzen. Mit Andi Valentin und Moritz Schwarz an seiner Seite, machte er sich im HYMERCAR Rio auf den 1300 km langen Weg in die transsilvanischen Karpaten. Ziel des Trips - das Land und die Leute kennen lernen und deren Mentalität erleben!

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Am 14. Februar um vier Uhr früh schellt der Wecker: das Abenteuer beginnt. Eine 13-stündige Fahrt durch 3 Länder und über 1000 Kilometer mehr oder weniger gut ausgebaute Straßen trennen uns von unserem ersten Stopp: Bran.

Über dem kleinen rumänischen Dorf thront das gewaltige Schloss Bran, welches durch den Roman "Dracula" von Bram Stoker Berühmtheit erlangte und seither als Schloss Dracula präsentiert wird. Das Neuschwanstein der Siebenbürgen Karpaten.
Vor der atemberaubenden Kulisse des Schlosses stiegen wir auf einen der nahen Hügel und zogen unsere ersten Spuren in den Schnee. Als nächste Station wählten wir den bekanntesten Wintersportort Rumäniens: Poiana Brașov. Die sonst am Land häufig genutzten Kutschen wichen den Luxuswagen und so mancher rollte mit dem Lamborghini an, um den Tag auf der Piste zu genießen – verkehrte Welt! Nach gründlicher Erkundung des Skigebietes stellten wir schließlich fest, dass die frühlingshaften Temperaturen Abfahrten abseits der Pisten schon unmöglich gemacht hatten. Natürlich konnte uns das die Stimmung nicht verderben und wir beschlossen, ein Geländer vor einer Funkanlage am Gipfel zu bearbeiten.
Die Einheimischen, welche zu Fuß den Gipfel erklommen, um die Aussicht des strahlend schönen Wintertages zu genießen, blieben häufig stehen und sahen uns ungläubig dabei zu, wie wir das Geländer entlang rutschten. Anscheinend ist Urban Skiing noch nicht in Rumänien angekommen. Für die akustische Kulisse fühlte sich der ansässige Wachhund der Funkanlage verantwortlich und sorgte für das eine oder andere erschrockene Zusammenzucken.

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Nach den Strapazen des Tages freuten wir uns schließlich auf eine warme Mahlzeit. Die rumänische Küche bietet einige Spezialitäten, die allerdings nicht jedermanns Sache sind. Die servierte Kuttelsuppe war nicht ganz nach unserem Geschmack, allerdings die darauf folgenden "Mici", eine typische rumänische Spezialität: gewürzte Hackröllchen aus verschiedenen Fleischsorten und Gewürzen. Diese kann man überall kaufen, da in diesem Land zu jeder Tages und Nachtzeit gegrillt wird und auch in jeder Skihütte ein riesen Outdoor Kohlegrill zum Inventar zählt.

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Schließlich ging die Reise weiter zu einem der besten Freeride Orte Rumäniens: Balea Lac. Im Sommer lässt sich der Berg über die Transfăgărășan-Hochstraße überqueren, die schließlich durch einen Tunnel das Argeș-Tal in der Großen Walachei mit dem Olt-Tal in Siebenbürgen verbindet. Im Winter ist die Straße jedoch tief verschneit und lässt eine Überquerung mit dem Auto nicht zu, nur die etwas in die Jahre gekommene Gondel karrt Touristen und Skifahrer zum Gebirgssee "Balea Lac" auf 2034 Metern Seehöhe. Wer denkt, hier mit der Gondel unverspurte Abfahrten zu erreichen irrt, sie dient nur dazu, den "Start" für die zahlreichen möglichen Touren zu erreichen. Alle Abfahrten muss man sich hier hart erarbeiten und die Gipfel zu Fuß oder mit Tourenausrüstung erklimmen. Es gibt keine Tageskarten für die Gondel und muss bei jeder Benutzung aufs Neue bezahlt werden.

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Die Erkundung des Gebietes starteten wir mit der Durchquerung des zwei Kilometer langen Tunnels der Transfăgărășan-Hochstraße, welchen wir dank der freundlichen Unterstützung von MyTinySun nicht im Dunkeln durchwandern mussten. Eine untypische, aber sehr angenehme Art und Weise um auf die andere Seite eines Berges zu gelangen. Auf der anderen Seite angekommen konnten wir die eingeschneiten Verbauungen der Straße erkennen, die sofort in die Abfahrt involviert wurden. Am Ende unseres Sichtfeldes sahen wir ein ehemaliges Hotel, das Opfer der Flammen wurde und eine Bergwacht der rumänischen Bergrettung.

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Wir kämpften uns durch den böigen Wind, suchten Schutz in den Ruinen des ehemaligen Hotels. Am Weg dorthin sahen wir Bärenspuren, die die verschneite Straße querten. Vom Kampf gegen den anhaltenden stürmischen Wind ermüdet, kehrten wir schließlich um zur Gondel auf der anderen Seite des Berges. Vor der Reise hatten wir bereits einige Kontakte geknüpft, um auch tatsächlich die besten Abfahrten des Gebietes zu finden, und darum trafen wir am Abend des Tages den ortsansässigen leidenschaftlichen Snowboarder Julius. Wir genossen den Sonnenuntergang auf der Terrasse seiner Holzhütte direkt vor der Skyline der Karpaten und verbrachten die Nacht gewärmt vorm Kaminfeuer. Strom, Kanalabschluss und ebenso Zentralheizung gab es im trauten Heim nicht. Zum Abendessen gab es Gegrilltes – was für eine Überraschung.

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Die folgenden Tage verbrachten wir mit Julius, der uns die besten Aufstiegssowie Abfahrtsmöglichkeiten in Balea Lac zeigte. Als Highlight unserer Reise hatte er sich noch etwas Besonderes aufgehoben: Ein reicher Bekannter, der mehr als Hobby als aus geschäftlichen Gründen Heliskiing im Gebiet von Balea Lac anbietet, hatte noch Platz auf einigen seiner Flüge. Aus der Helikopter-Kabine genossen wir die atemberaubende Schönheit der Berge und noch mehr die anschließenden unverspurten Abfahrten. Jeder Tag geht zu Ende, so auch leider unser Heli-Tag in Balea Lac und unsere Reise durch Rumänien. Auf den sich in etwas zweifelhaftem Zustand befindenden Straßen machten wir uns schließlich auf den Weg Richtung Heimat. Unglaublich, wie lang es dauert, um so kurze Distanzen zurück zu legen…

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Die Erlebnisse und unberührte Natur des Făgăraș-Gebirges werden uns noch lange in Erinnerung bleiben.An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die Unterstützung bei HYMER, MyTinySun, Out Of Goggles und Drift Innovation für die Unterstützung unserer Reise bedanken.

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INFOBOX:

Anreise: Per Auto: Von Hallein nach Bran 13 Stunden über Wien Schengenaußengrenze Ungarn – Rumänien. Autobahn Vignette in Ungarn und Rumänien erforderlich.

Allgemeine Informationen:

Währung: 1€ = 4,4 LEU
Abhebung am Bankomaten möglich, in kleineren Dörfern muss jedoch alles bar bezahlt werden.

Preisniveau:
Das allgemeine Preisniveau ist deutlich niedriger als in Österreich.

Übernachtungen in Hotels kosten in etwa 20-30 €.

Heliskiing ist für sehr günstige Preise unter www.heliskiromania.com zu buchen.

Auch Guides können unter der Adresse kontaktiert werden. Danke an Julius an dieser Stelle.

Fotograf Klaus Listl www.klauslistl.com

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