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Lotten Rapp | Riderprofile


Lotten Rapp | Riderprofile

„This is my calling in life!“

Lotten Rapp wird am 12. Februar 1989 in einem kleinen Dorf im Norden von Schweden geboren. Bereits im Alter von zwei Jahren versuchte sich Lotten schon als Rennfahrerin. Doch auch wenn die Mutter Slalomtrainerin ist, war der Weg für Lotten eher beschwerlich.

Alter: 25
Wohnort: Bruson, Switzerland
Homespot: Fränsta | Sweden
Disziplin: Freeskiing
Sponsoren: Haglöfs, Movement, Bliz, Swix
Highlights: 1. Big Mountain Hochfügen 2014
1. X-Over Kitzsteinhorn Big Mountain 2013
1. The North Face Freeski Open New Zealand 2013

„Bereits im Alter von Neun Jahren, wollte ich so viel Zeit wie es geht auf den Ski verbringen – das hat sich jedoch als schwieriger als gedacht heraus gestellt.“ Sie trainierte jeden Tag nach der Schule um im Alter von 15 Jahren auf ein Elite-Slalom-Gymnasium in Schweden zu kommen. Doch leider scheiterte sie. Die Planungen wurden Umgeworfen: In einem Internat, 180km von zu Hause entfernt, war der neue Plan Helikopterpilotin zu werden. Das war aber auch nur von kurzer Dauer. „In meinen Winterferien habe ich als Skilehrerin gearbeitet und bin mit den Jungs zum Freeriden gegangen. Als ich dann gleich meinen ersten Wettkampf gewonnen habe, war mir klar, this is my calling in life!“ Nach dem ersten Winter als Skilehrerin kam aber schnell die Ernüchterung. „Als Skilehrer ist man zwar viel auf den Ski unterwegs, doch fährt man nur mit den Kids durchs Skigebiet. Ich wollte aber ins Backcountry zum Powdern.“ Daraufhin arbeitete Lotten im Sommer sehr viel: „Neun Jobs gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen ist eine Herausforderung.“ Tellerwäscherin, Singer/Songwriter, Waldarbeiterin, Jagdführerin oder Feuerwehrfrau sind nur eine Auswahl ihrer Sommerjobs. Doch der Aufwand zahlte sich aus: „Den Winter 2010 habe ich in Red Mountain, BC verbracht und bin nur Ski gefahren! That was just amazing!“ Im Mai 2010 begann dann auch die Freeride World Qualifier Geschichte von Lotten. Bei den Skandinavischen Big Mountain Championships holte sie auf Anhieb den zweiten Platz, es folgten FWQ-Wettbewerbe in den Alpen. Doch auch hier gestaltete sich das erste Jahr als knifflig. „Das erste Jahr war sehr hart, weil ich komplett allein war und niemanden kannte. Ich reiste den gesamten Winter allein umher. Auch wenn die anderen FWQ-Teilnehmerinnen sehr nett zu mir waren, habe ich mich sehr allein gefühlt", erzählt Lotten. „Mit zwei sehr schweren Rucksäcken und einer riesigen Skitasche über die Schulter sehe ich mich noch heute zum nächsten Bus laufen. Ohne Budget bleibt einem eben nur Bus, Bahn und trampen.“ Aufgrund der „schlechten“ Erfahrungen in der Anfangszeit, veranstaltet Lotten ein Freeride Camp für Freeriderinnen. Sie will die Riderinnen zusammenbringen und im besten Fall entwickeln sich Freundschaften zum gemeinsamen Reisen. Doch auch der Trainingsaspekt kommt nicht zu kurz. In vier Tagen wird die Skitechnik, Linienauswahl, Kontrolle und Flüssigkeit trainiert. Im letzten Jahr war für Lotten das erfolgreichste Jahr bei den Qualifiern. Beim Big Mountain Event in Hochfügen feierte Lotten ihren größten Erfolg und wird mit einem Platz bei der FWT belohnt. Für Ihre erste Freeride World Tour Saison erhofft sich Lotten, neue interessante Leute kennen zu lernen, mit alten Bekanntschaften abzuhängen und baldigen Schneefall! „Mein Ziel für die Saison ist, eine der besten sieben Frauen nach dem Wettbewerb in Andorra zu sein. Seit 2009 ist das Verbier Extreme ein Traum von mir und ich hoffe, mich am 28. März dort wieder zu finden.“

Fotos: Porttrait | Hans Johansson – Action | Björn Arnemo

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