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Raphael Webhofer | Riderprofile


Raphael Webhofer | Riderprofile

"Ich hab einfach früh angefangen!"

Will man im September mit einem Freerider ein Interview führen, muss das meistens per Mail oder Skype passieren. So auch bei Raphi. Er ist gerade in Indonesien unterwegs. Das macht die Sache mit dem Portrait zwar etwas schwieriger "Weil bis zum 1. Oktober hab ich nicht immer Internet. Und da wo ich eins habe, ist es sack langsam." Aber, wie man sieht, irgendwie klappte es doch.
Raphael "Raphi" Webhofer war der Shooting Star der Freeride World Tour Qualifier Series 12/13, bei der er bei jedem Event auf dem Podium gelandet ist und sich schließlich mit dem 1. Gesamtrang gewinnen konnte, und der letztjährigen Freeride World Tour, bei der er der jüngste Athlet war, der je auf der FWT angetreten ist. Mittlerweile nennt er sich auch "Freeride Profi" wobei sich des eher ergeben hat, als ein angestrebtes Ziel gewesen zu sein: "Ich verbringe einfach gern Zeit in den Bergen und als Tiroler kommt man mit dem Skifahren schon früh in Kontakt." Geboren und aufgewachsen ist Raphi in Innsbruck, der "Hauptstadt der Alpen". Da war es eigentlich klar, dass er schon mit zwei Jahren auf den Brettern stand und die Begeisterung für's Skifahren von den Eltern auf den Sohn überschwappten.

Raphael Webhofer | Riderprofile

Alter: 20
Wohnort: Innsbruck, Austria
Sponsoren: Völkl, Marker, Obergurgl, Mons Royale, Komperdell, Pieps, Douchebags
 
Erfolge: 10th Place FWT Courmayeur 2014
1st Place Eldorado Freeride FWQ 4* 2013 (And)
2nd Place Hochfügen FWQ 4* 2013 (A)
3rd Place Engadinsnow FWQ 4* 2013 (Ch)
3rd Place La Clusaz FWQ 4* 2013 (Fr)
3rd Place Ruapehu Xtreme FWQ 3* 2013 (NZ)
5th Place NZ Open FWQ 3* 2013 (NZ)

Raphael Webhofer | Riderprofile

Natürlich ging es auch bei Raphi nicht ohne die "solide österreichische Ski-Grundausbildung" ab " wobei ich da schnell gemerkt hab, dass das Rennen fahren im klassischen Sinn ned meine Welt ist." Mit zwölf bekam er dann die ersten Freeride Ski. Im Gegensatz zu den Alterskollegen hat es Raphi aber nie wirklich in die Freestyle Richtung gezogen "Ich hab nie wirklich viel Zeit im Funkpark verbracht sondern ziemlich früh schon mit dem Freeriden begonnen!" Mit 15 gewann er – als jüngster Starter beim Nature Ride – seinen ersten Freeride Contest und wurde danach sofort vom ersten Sponsor unter Vertrag genommen. 2012 kämpfte er sich durch die FWT Juniors, die er auf dem 5. Platz abschloss um 2012/13 in der FWQ zu debütieren und gleich einen Durchmarsch in die FWT hinzulegen. "Das mit der Karriere hat sich dann im Laufe der Zeit so entwickelt. Ich hab einfach früh angefangen". Für heuer steht Contest Fahren und Filmen auf Raphis Agenda. "Für mich hat sowohl Filmen als auch Contests zu fahren seinen Reiz". Filmen ist etwas entspannter, weil man auch mal was zweimal machen kann. Bei den Contest muß bei dem einen Run alles passen. "Da ist auch viel mentale Stärke gefragt". Aber im Endeffekt geht es Raphi nach wie vor um den Spaß am Skifahren: "Egal ob du Contest fährst, filmst, fotographierst oder einfach nur mit Freunden im Powder unterwegs bist, zum Schluss ist´s nur wichtig, dass Du nach Deiner Line ein fettes Grinsen im Gesicht hast!" Und dieses Grinsen wird Raphi die Saison wohl ins Gesicht gemeißelt sein: Im April hat er sich bei einem üblen Sturz das Becken gebrochen. "Zum Glück hab ich mich sehr schnell erholt und konnte schon 6 Wochen nach der OP wieder fast alles machen." Skifahren geht auch schon wieder ganz gut "Im August war ich vier Wochen in Neuseeland für Legs of Steel beim Filmen". Zusammen mit den Kiwis Sam Smoothy und Fraser McDougall war er dort für ein Projekt auf einem Gletschertrip am Mt. Cook unterwegs. "Das Ergebnis könnt ihr ja dann im Herbst in den Kinos sehen" lacht Raphi in die Webcam. Kurz danach friert das Bild wieder ein und er kann sich wieder den Stränden Indonesiens widmen und wir dem Schreiben.

www.facebook.com/webhofer

Fotos: Action: Erlend Haugen| Völkl,
Portrait: Dan Milner | Völkl




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