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Singletrail Schnitzeljagd Sölden


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Singletrail Schnitzeljagd ist eine unkomplizierter, spaßiger Enduro Event, bei dem die Teilnehmer in 2er Teams auf den Flow Trails rund um Sölden dem „Goldenen Riesenschnitzel" hinterher jagen.

Es geht hauptsächlich bergab, für das Hoch dürfen auch die Gondeln genommen werden, sofern es welche gibt. Unterwegs gibt es einige Missionen mit spaßigen Aufgaben zu absolvieren. Nach erfüllter Mission bekommen die Teilnehmer einen Stempel in Ihren Schnitzelpass. Welches Team als Erstes alle Missionen erfüllt und alle Checkpoints gefunden hat, gewinnt. Die Routenwahl und die Reihenfolge kann sich jedes Team selbst zurechtlegen. Gute Taktik spart Zeit.

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_09:00 UHR
Meyer krächzt etwas unverständlich in sein Megaphon. Das Startprozedere oben am Gaislachkogel dauert lange. Le Mans Start für 200 Fahrer. Platz ist nicht viel hier auf dem Gipfel. Auf 3048 Metern über dem Meer brennt die Juni Sonne schon früh morgens auf die Teilnehmer der dritten Singletrail Schnitzeljagd. Holger Meyer ist Initiator dieses Events, welches von Anfang an in Sölden im Ötztal sein zu Hause gefunden hat. Mittlerweile ist es kult und wer mitmachen will, muß sich früh im Jahr anmelden.

Gestartet wird in 2 Teams, und die Routenwahl ist frei. Nicht ganz, denn es gilt verschiedene Missionsstationen anzusteuern, und diese erfolgreich abzuschließen. Nur dann gibt es einen Stempel in den Schnitzelpass, den jedes Team mit sich führt und nur wer alle Stempel hat, kommt in die Wertung. Auch die Gondeln dürfen benutzt werden. Nur weiß niemand vorher, ob das die schnellste Variante ist.

_10:00 UHR
Der Startschuß fällt. Wie beim Megaavalanche johlt eine Horde Biker auf der Skipiste gen Tal. Im letzten Jahr gab es Neuschnee und 4 Grad, diesmal scheint die Sonne und es sind satte 30 Grad. Ein Verhängnis für viele Bremsen. „ Bei Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h will man seinen eigenen Gesichtsausdruck gar nicht sehen, wenn man beim Betätigen des Bremshebels ins Leere greift“, meint Olli Vigano. Der in Starnberg lebende Kalifornier ist heute zum ersten Mal bei der Jagd dabei, und greift auch ins Leere. Bei der ersten Fehlfunktion, rappelt er sich auf und holt sich ein wenig Schnee vom Streckenrad um seine Bremsscheiben zu kühlen. Aber es soll nicht reichen. Als er und sein Partner weiterfahren, greift er nach kurzer Zeit erneut ins Leere und muß sich von seinem Sportgerät trennen. Ergebnis: Kaputter Daumen und vorzeitiges Aus für ihn und seinen Partner sind die Diagnose. Die Beiden entspannen sich im Zielraum mit einem kalten Bier.

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_10:30 UHR
Meyer macht die Nachhut. Er rollt nach dem Start die Strecke hinab vom Gipfel. Schad dass niemand liegen geblieben ist. Sieht Bremsspuren am Boden und hat auch mit den Bremsen zu kämpfen. Während einer Cooldownphase kommt ihm ein Team entgegen. „Wir wollten eine Alternativroute nehmen, aber das war nix, das war ein Klettersteig“ sagen beide einstimmig und ziehen weiter. Hier an der Mittelstation entscheidet sich jedes Team , ob es nach links auf den Panorama Weg abzweigt und dort die Stationen anfährt , oder ob es nach Süden Richtung Gaislachalm geht, auch hier warten Missionen und Trails auf die Teilnehmer.

Es gibt auch Checkpoints, diese müssen auch mitgenommen werden, hier stempeln alle Team selbständig ihre Pässe ab , allerdings sind die Checkpoints gar nicht so einfach zu finden. „ Wir haben die Checkpoints eingeführt , weil immer mehr Teams einfach auf der Skipiste oder den Schotterstrassen herumgefahren sind, um die Fahrzeit zu verkürzen dabei sollen ja alle das Trailvergnügen des Ötztals kennenlernen , die Checkpoints sind jetzt in den Trails verteilt , so daß man auf jeden Fall dort vorbei muß“ sagt Meyer. Immerhin hat er 3 Jahre Erfahrung mit dem Event. Am Anfang kamen 30 Teilnehmer zusammen. Die Stimmung war trotzdem so wie es sich Meyer vorgestellt hatte. Es geht ihm um die Trails und das gemeinsame biken mit Freunden , ohne echten Wettkampfstreß. Und am Abend gibt’s gemütliches Beisammensein mit Schnitzel und Bier für alle. Mittlerweile kommen 250 Teilnehmer zur Jagd nach dem goldenen Riesenschnitzel. Aber die Stimmung bleibt familiär.

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_11:00 UHR
Listmann und Döhl raunzen sich an. Das Siegerteam des letzten Jahres kennt sich zwar aus, aber der Checkpoint ist nicht zu finden. Hier geht es auf Zeit. Nichts bleibt dem Zufall überlassen. Der Code stand schon vorm Start fest: C3 B4 A1 ... Die Buchstaben stehen für die Missionen, die Zahlen für die Checkpoints. In der Reihenfolge angefahren, heißt es maximalen Fahrspaß, kombiniert mit totaler Stempelausbeute für den Schnitzelpass. Die guten Trails miteingebaut, eine Gondelauffahrt miteingeplant, der Rest per Pedal, denn gute Kondition gepaart mit richtiger Jagd Taktik ist die Siegeskombination. Die Beiden sind ein eingespieltes Team, Döhl ist in diesem Jahr etwas fitter, deshalb muß er voraus die Checkpoints aufschnüffeln, Listmann kommt und stempelt ab, dann geht es weiter. Sie werden zur Mittagszeit wieder mit einer Top Zeit als Sieger ins Ziel kommen. Der Hattrick!

_13:00 UHR
In der sängenden Mittagshitze quälen sich Flo und Christian Richtung Kleble Alm hinauf. Ein scheinbar nicht enden wollender Anstieg. Die Schotterstrasse schlängelt sich auf der anderen Talseite empor bis oberhalb der Baumgrenze. Die Reifen rollen zäh wie Kaugummi, sie verfluchen sich für ihre Routenwahl und Meyer für Auswahl der Missionsstationen. Sie hätten den 600 Höhenmeter langen Anstieg auch morgens im Schatten antreten können. Doch Sie wissen, sie liegen gut im Rennen und oben wartet eine weitere Mission auf sie. Was sie nicht wissen ist welche: Entweder das „Vater Unser“ aufsagen oder einen Schnaps trinken. Dann gibt es den hart verdienten Stempel. Sie machen beides, und werden 5.

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_15:00 UHR
Die Chällerbuebe kommen in Ziel. Die beiden Schweizer sind von Anfang an bei der Schnitzeljagd mit dabei. Sie wohnen in ihrem VW Camper und lassen es ganz gemütlich angehen. Wenn es auf der Hütte nett ist, dann bleiben sie, und kommen später ins Ziel. Diesmal haben die beiden Zürcher nur eine Mission geschafft und sind dann gleich auf der Gampe Thaya im Liegestuhl hängen geblieben. Hier ist immer die Scott Kinderbike Mission, und alle Teams müssen mit den 12 Zoll Kids Bikes eine Runde um die Almhütte drehen. Die Chällerbuebe feuern natürlich an.

_17:00 UHR
Die letzten Teams rollen durch den Zielbogen. Die Feuerwehr verkauft kaltes Bier um den Durst zu löschen. Man erzählt sich vom Tag und den kleinen Abenteuern. 17Uhr ist Zielschluß. Das Orgateam stellt fest: Diesmal war die Jagd zu hart, Ganze 10 Teams haben alle Missionen erfüllt und alle Checkpoints gefunden, für 2013 wird entschärft.

_18:00 UHR
Meyer bereitet mit seinem Team die Preise für die Siegerehrung vor. Es gibt kein Geld. Nur Sachpreise, die Sponsoren lassen sich nicht lumpen. Von Bikes über Federgabeln bis hin zu Reifen ist alles zu finden. Fast jeder nimmt einen Preis mit nach Hause und wenn es nur eine Tafel Schokolade ist. Die Schnitzel brutzeln schon in der Fritöse und die meisten Teilnehmer haben schon ein Bier auf dem Tisch, als Meyer das Mikro in die Hand nimmt. Später am Abend legt der DJ seine Platten auf den Teller und die Stimmung ist gut. Alle haben einen guten Tag gehabt, und morgen steht freifahren auf dem Programm.

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Bilder: Michi Pruckner, Text: Holger Meyer, Karen Eller

Info Ötztal:

Website: www.oetztal.com | www.soelden.com
Event: Singletrail Schnitzeljagd
Enduro Event 28/29/30 Juni 2013, gestartet wird in 2er Teams, verschiedene Missionen müssen unterwegs erfüllt werden. Es dürfen die Gondelbahnen genutzt werden, und auf den flowigen Singeltrails von Sölden geht es wieder runter, Trail Spaß für jedermann.
Hotels: Nature Resort | www.nature-resort.at
Naturhotel Waldklause | www.waldklause.at
Hotel Bergland | www.bergland-soelden.at
Hotel Alpina | www.alpina.riml.com
Hotel Castellov | www.castello.at
Camps: Holger und Karen von den Rasenmähern bieten verschiedene Singletrail Camps im Ötztal an. Vom Bike und Yoga Camp für die Frau, über Basic Singletrailtechnik bis hin zu den Fortgeschrittenen Camps ist alles im Programm. www.dierasenmaeher.de
News: Für 2013 gibt es einen neuen Trail der vom Timmelsjoch auf 2500 ü M bis hinunter nach Sölden führt. 1000 Höhenmeter am Stück, Genuß pur, ein Traum!
Must do's: Berghütte | Gampe Thaya
Urige Berghütte mit tollem Panorama und dem besten Kaiserschmarren

Wellness | Aqua Dome
Einen verregneten Nachmittag in der größten Therme Tirols verbringen, Relax!

Trail Kleblealm
Vor dem Trailgenuß steht ein 600 Höhenmeter langer Anstieg, aber die Abfahrt belohnt für alle Strapazen: Flow pur gepaart mit technisch anspruchsvollen Passagen, Mountainbiking at its best!

Piburger See
Im Sommer unbedingt einen Tourstop am Piburgersee einbauen, Bergidylle pur, Erfrischung inklusive.




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